AKS NÖ: Ganztägige Schulformen mit offenem Lernen statt Hausübungsbelastungen!

St. Pölten (OTS) - In Bezug auf die aktuelle Studie von Erziehungswissenschafter Ferdinand Eder über die Durchschnittszeit, die SchülerInnen in Österreich für die Schule aufwenden müssen, bekennt sich die Aktion kritischer SchülerInnen NÖ einmal mehr zur raschen Einführung der Gesamtschule und von ganztägigen Schulformen. Nach stundenlangem Drücken der Schulbank sitzen Österreichs SchülerInnen durchschnittlich 10 Stunden pro Woche bei ihren Hausaufgaben, die meist keine Wiederholung des in der Schule Erlernten, sondern eine Vertiefung bedeuten. "Schließlich versuchen Lehrkräfte (besonders nach den Stundenkürzungen) die Lehrstoffvermittlung mehr und mehr auf die Freizeit der SchülerInnen in Form von schwierigen und langen Hausaufgaben abzuschieben", kritisiert die aks. Dem nicht genug, sorge das österreichische Schulsystem auch dafür, dass in etwa 25 Prozent aller SchülerInnen oftmals sündteure Nachhilfeleistungen in Anspruch nehmen müssten. Die Eltern, die eigentlich mittels Steuern und anfallender Kosten für die Schule (Bücher, Hin- und Rückfahrt, Papiergeld, etc.) ohnehin schon genug für die Bildung bezahlen, geben im Jahr zusätzlich etwa 60 Mio. Euro für Nachhilfe aus (Schätzung: Arbeiterkammer).
"Nur noch die ÖVP schafft es angesichts solch alarmierender und klarer Zahlen die Realität zu verkennen und weiterhin an ihren verbohrten Ansichten in Sachen Bildung ohne Wenn und Aber festzuhalten. Das Ablegen der ideologischen Scheuklappen wäre höchst an der Zeit!", so AKS-Landesvorsitzender Boris Ginner.
Die ganztätigen Schulformen böten mehr Platz für das Eingehen auf individuelle Bedürfnisse, etwa durch offenes Lernen in Lerngruppen, und für eigenständiges "learning by doing". Durch mehr Freizeitgestaltung in der Schule kann diese auch als Ort der Entspannung empfunden werden, wo es möglich ist, mehr mit FreundInnen zu reden oder verschiedenste sportliche und künstlerische Angebote der Schule zu nützen. Lehrstoff und dazugehörige Übungszeit können besser organisiert werden. Hausaufgaben werden dann ebenso wie Nachhilfe endgültig der Vergangenheit angehören, was für alle positiv wäre.
Durch gezielte Förderung der Schwächen der SchülerInnen werden ganztägige Schulformen auch eine kleinere Zahl der RepetentInnen mit sich bringen. Sitzenbleiben kostet den österreichischen SteuerzahlerInnen rund 300 Mio Euro pro Jahr! Weiterer Vorteil:
Österreichs SchülerInnen können sich dann auch das Tragen von Schultaschen ersparen. Die Zeit nach der Schule wäre - im Gegensatz zu jetzt - wirklich Freizeit.

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