Alkohol-Debatte: Grossmann warnt vor Jugendfeindlichkeit

Alkohol-Missbrauch kein reines Jugendthema - Kontrollen der Wirte statt "Sonderkommandos" gegen Jugendliche

Wien (SK) - In der Diskussion um Alkoholmissbrauch bei
Jugendlichen ortet SPÖ-Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann zunehmend jugendfeindliche Tendenzen. "Alkohol-Missbrauch ist kein ausschließliches Problem bei Jugendlichen, sondern ein gesamtgesellschaftliches. Und 'Sonderkommandos', die Jugendliche aufspüren sollen, sind sicher der falsche Weg", so Grossmann am Montag gegenüber den Pressedienst der SPÖ. Die SPÖ setze v.a. auf stärkere Kontrollen der Wirte, und Gewerbetreibenden und Veranstalter und Aufklärungsarbeit unter Jugendlichen, verwies Grossmann auf den Aktionsplan der SPÖ gegen "Koma-Trinken". ****

Maßnahmen und Sanktionen sollten verstärkt darauf abzielen, Wirte, Gewerbetreibende und Veranstaltungsorganisationen zur Verantwortung zu ziehen, die mit Jugendlichen "gute Geschäfte" machen. Derzeit sei es leider gängige Praxis, dass diese weitgehend straffrei davonkommen und vorrangig die Jugendlichen selbst bestraft werden. Anstatt polizeiliche "Sonder-Kommandos" auszuschicken, sollte der Einsatz ziviler Organe geprüft werden, da diese vorrangig mit sozialen Einrichtungen kooperieren, die mit Jugendlichen und deren Familien pädagogische Maßnahmen setzen können.

"Die 'Strafkeule' sollte bei Jugendlichen wirklich die letzte Sanktionsstufe sein - vorrangig muss man auf Aufklärungsarbeit im Lebensumfeld der Jugendlichen - schulisch und außerschulisch -setzen", so Grossmann. Generell sollte in der ganzen Diskussion nicht vergessen werden, dass Alkoholmissbrauch erstens kein neues und zweitens kein reines Jugendphänomen sei. "Es hat nur durch neue Produkte wie Alko-Pops und Werbung für Sauf-Parties eine neue Dimension erreicht." Trotzdem lebe die Erwachsenen-Welt den Jugendlichen oft den problematischen Umgang mit Alkohol vor.

Bei der heutigen Klausur der SPö-Klubobleute im steirischen Köflach werde das Thema Jugendliche und Alkohol jedenfalls auch großen Raum einnehmen, kündigte Grossmann an. (Schluss) ah

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