Stadt Wien unterstützt Sozialprojekte für Kinder in Südafrika

Brauner in Johannesburg - Besuch im Masibambane College und im Impilo-Babyhaus: Stadt Wien und Aids-Life helfen mit 180.000 Euro

Wien (OTS) - Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Maga. Renate Brauner hielt sich letzte Woche in der südafrikanischen Metropole Johannesburg auf. Hintergrund für die Reise war der Besuch mehrerer humanitärer Projekte, die von der Stadt Wien bzw. mit Life Ball Spendengeldern unterstützt werden. Außerdem eröffnete Brauner den offiziellen Wien-Ball in Johannesburg. Mit dem Reinerlös des Balles werden ebenfalls soziale Projekte in Südafrika unterstützt.****

Eines der Hilfsprojekte ist die Wiener Schule in Südafrika, das Masibambane College in Johannesburg, das heuer sein 10-Jahre-Jubiläum feiert. Die Schule wurde 1997 auf Initiative der Stadt Wien gegründet. Seither hat die Stadt Wien die Errichtung von Klassen und anderer Infrastruktur mit rund einer Millionen Euro unterstützt. Weiters besuchte Brauner das Impilo-Waisenhaus, dessen Ziel es ist, für verlassene Babys in der Provinz Gauteng einen dauerhaften Platz in einer "neuen Familie zu finden". Seit dem Vorjahr wird das Baby-Haus auch über den Verein Aids Life mit Spendengeldern des Wiener Life Balls unterstützt, genauso wie ein Projekt für Aids-Waisen auf dem Gelände des Masibambane College.

Brauner überbringt Zusage über 180.000 Euro an Hilfsgeldern

Mit im Gepäck nach Masibambane hatte Vizebürgermeisterin Brauner eine Zusage über rund 180.000 Euro an Unterstützungsgeldern aus Wien. 150.000 Euro davon stammen von der Stadt Wien (100.000 Euro) sowie vom Verein der Freunde des Masibambane College (50.000 Euro), dessen Präsidentin Vizebürgermeisterin Renate Brauner ist. 30.000 Euro kommen vom Verein Aids Life.

Die 50.000 Euro, die vom Verein der Freunde des Masibambane College aufgebracht wurden, stammen einerseits von der Wiener Berufsfeuerwehr und zwar aus dem Erlös des Wiener Feuerwehrballes. Andererseits hat Renate Brauner anlässlich der Feier zu ihrem 50. Geburtstag dazu aufgerufen, anstelle ihr Geschenke zu machen, für Masibambane zu spenden. So sind weitere 30.000 Euro von Freunden und befreundeten Organisationen zusammen gekommen.

Die 30.000 Euro vom Verein Aids Life kommen jeweils zur Hälfte dem Masibambane College und dem Impilo-Babyhaus zu Gute.

T-Systems als neuen Sponsor für die Wiener Schule gewonnen

Außerdem gab Brauner bekannt, dass in Zukunft das Masibambane College einen weiteren Sponsor haben wird. T-Systems in Österreich hat sich im Rahmen seiner Corporate Social Responsibility Aktivitäten entschlossen, einen Beitrag zur Ausbildungsunterstützung der Kinder im Masibambane College im Township Orange Farm zu leisten. In enger Zusammenarbeit mit der T-Systems Landesgesellschaft in Südafrika soll in die IT-Infrastrukturausstattung der Schule investiert werden, um den Kindern eine EDV-Grundausbildung zu ermöglichen.

Masibambane College feiert heuer 10 Jahre Jubiläum Weiterer Ausbau wird mit Wiener Spendengeldern möglich

Mit den Geldern aus Wien wird nun der weitere Ausbau des Colleges möglich. So werden eine Großküche samt Nebenräumen und Speisesälen sowie neue Klassenzimmer errichtet. "Das Masibambane College ist eines, das mir besonders am Herzen liegt, weil es auch das ausdrückt, was mir als Politikerin wichtig ist. Masibambane bedeutet 'miteinander, gemeinsam' und darum geht es auch:
Jugendlichen eine gute Ausbildung zu ermöglichen und Arbeit für die Menschen in der Umgebung zu schaffen. Jeder gesammelte Cent gibt einem Kind eine Zukunft und unterstützt ein demokratisches Afrika, erklärte Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Vizebürgermeisterin Maga. Renate Brauner anlässlich des Besuches im Masibambane College.

Das Masibambane College liegt in einem Vorort von Johannesburg, im sogenannten Township Orange Farm, in dem 70 bis 90 Prozent der beinahe ausschließlich schwarzen BewohnerInnen ohne Arbeit sind. Mit der Durchführung des Projekts vor Ort ist die NGO "Education Africa" betraut.

Die Zahl der SchülerInnen ist seit dem Gründungsjahr von 42 auf mittlerweile über 700 gewachsen. Vom Kindergartenalter bis zur sechsten Schulstufe dauert die qualitativ hochstehende Grundschulausbildung. Die Schule bietet zahlreichen Menschen aus der Umgebung Arbeit - als Lehrpersonal, in der Verwaltung und Instandhaltung. Masibambane ist mittlerweile zu einer wichtigen sozialen Einrichtung geworden und ist ein Zeichen der Hoffnung für die Bevölkerung. Da sehr viele Aidswaisen, das College besuchen unterstützt auch der Verein Aids Life seit heuer das College.

Babyhaus mit Aids-Life-Geldern

Das zweite Projekt, dem Vizebürgermeisterin Renate Brauner einen Besuch abstattete ist das Impilo Waisenhaus in Johannesburg. Das von der JPCCC, das ist das Johannesburg Parent and Child Counseling Center, und der Organisation "K & S Adoption" sowie von Aids Life unterstützte Waisenhaus kümmert sich um verlassene Babys, so lange bis eine neue Familie gefunden wird. Sie sorgen für Babys, die in Mülltonnen gefunden, in Plastiksäcken ausgesetzt oder in Spitälern zurückgelassen wurden, von Müttern, die zu krank sind, um ihre Kinder zu betreuen.

Gestartet wurde das Projekt im Jahr 2003 mit zwei SozialarbeiterInnen und einer Kinderbetreuerin. Innerhalb einer Woche waren bereits drei Babys bei Impilo in Pflege. Bereits nach wenigen Monaten war klar, dass das Babyhaus zu wenig Pflegeplätze hat, ein zweites Haus auf dem Nachbargrundstück wurde angemietet. Mittlerweile ist aus Impilo eine der meistbeschäftigten Adoptionsorganisationen in Südafrika geworden, die auch Aufgaben des Jugendamtes übernimmt. Das engagierte Impilo-Team hat sich seit dem Start vor dreieinhalb Jahren bereits um als 330 Babys gekümmert. Das Team besteht derzeit aus fünf SozialarbeiterInnen, neun KinderbetreuerInnen, einem Chauffeur und einem Büromanager in Vollzeitbeschäftigung.

Anfang 2007 ist Impilo in ein neues, größeres Gebäude übersiedelt. Alle Einrichtungen sind nun unter einem Dach untergebracht. Möglich wurde das mit der im September 2006 erhaltenen Zusage, dass in Zukunft das Impilo-Waisenhaus auch Gelder von Aids Life erhalten wird, die am Wiener Life Ball gesammelt wurden. Mit dem Aids-Life Scheck über 15.000 Euro konnte ein Großteil der Anzahlung für das neue Impilo-Babyheim finanziert werden.

Insgesamt hat Aids Life bereits 60.000 US Dollar für das Impilo Projekt aufgebracht. (Schluss) gaw

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Wolfgang Gatschnegg
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