Neues Volksblatt: "Umdenken" (von Michaela Ecklbauer)

Ausgabe vom 14. Mai 2007

Linz (OTS) - Erschütternde Details über stockbesoffene Jugendliche, die dem so genannten "Koma-Trinken" frönen und anschließend in der Klinik versorgt werden müssen, werden nun beinahe täglich bekannt.
Das "Festplatten-Löschen" ist bei den Kids zum Freizeitsport geworden. Woran liegt's?
Wissen sich die Jugendlichen keine vernünftigere Freizeitbeschäftigung mehr? Oder schlägt die Vorbildwirkung der Eltern durch?
Faktum ist, Alkoholkonsum ist heute gesellschaftsfähig und Anti-Alkoholiker haben einen ständigen Erklärungsbedarf, warum sie sich auch ohne Bier, Wein oder Schnaps gut unterhalten können.
Und selbst im Wissen, dass Alkohol am Steuer zu verheerenden Unfällen mit Toten und Verletzten führt, wird ein generelles Alkoholverbot für Fahrzeuglenker vielfach abgelehnt.
Solange das so ist, darf man nicht erwarten, dass Jugendliche, die sich in einer Entwicklungsphase befinden, in der sie alles Mögliche ausprobieren wollen, umdenken. Noch dazu nicht, wenn in Lokalen alkoholische Getränke im Vergleich zu anti-alkoholischen zu Spottpreisen feilgeboten werden. Das Umdenken muss bei den Erwachsenen stattfinden, und das in jeder Hinsicht.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001