Botschafter Steiner: Äußerung Kräuters kommt Aufforderung zum Mord gleich

Kräuters Äußerung ist unentschuldbar, Führung des U- Ausschusses hat versagt

Wien, 13. Mai 2007 (ÖVP-PD) „Die Äußerung von SPÖ-Fraktionsvorsitzendem Kräuter, man solle die F-5 los schicken, um den Eurofighter abzuschießen, kommt in meinen Augen einer Aufforderung zum Mord gleich“, stellt Botschafter Ludwig Steiner gegenüber dem ÖVP-Pressedienst fest. Kräuter müsste wissen, dass bei einem abgeschossenen Flugzeug nicht nur der Pilot, sondern
durch den Absturz auch völlig unbeteiligte Zivilpersonen betroffen sind. „Eine solche Aufforderung ist eine Ungeheuerlichkeit, die weder durch ein Versehen noch durch Dummheit zu entschuldigen ist“, so Steiner weiter. ****

„Alle Institutionen und Personen an der Spitze der Republik müssen sich dagegen wenden, insbesondere nach unserer leidvollen Geschichte, die diese Republik schon einmal erlebt hat“, sagt Steiner. Kräuter hat damit ein wertvolles Instrument der Demokratie, den U-Ausschuss, schwerstens geschädigt. Hinter dieser ganzen Art und Weise, wie diese Wortwahl erfolgt ist, ist eine
volle Absicht zu erkennen. Ungeheuerlich ist auch, dass Kräuter sozusagen dem Oberbefehlshaber des Bundesheeres eine solche Vorgangsweise nahe legt.

Die Aussagen von Kräuter werfen auch ein schlechtes Bild auf die Führung des U-Ausschusses, denn es ist „nicht einzusehen, warum der Vorsitzende des Ausschusses hier verstummt“, vielmehr ist es empörend, dass der Vorsitzende hier nicht sofort regiert hat. „Als Vorsitzender eines so wichtigen Kontrollorganes muss man eine respektable Persönlichkeit sein, die über allen Parteigrenzen steht“, stellt Steiner fest.

Botschafter Ludwig Steiner war Vorsitzender der drei U-Ausschüsse zu Draken, Lucona und Noricum. Steiner wurde am 14. April 1922 in Innsbruck (Tirol) geboren und war von 1953-58
Diplomat und Politiker (ÖVP) und als Sekretär von Bundeskanzler J. Raab tätig. Von 1961-64 war Ludwig Steiner Staatssekretär im Außenministerium und von 1979-90 Abgeordneter zum Nationalrat. Ab 1989 bis 1996 war Steiner Präsident der Politischen Akademie der ÖVP und von 2001-2005 Vorsitzender des Österreichischen Versöhnungsfonds zur Entschädigung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter.

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