Belakowitsch-Jenewein: Alkoholmissbrauch wird sich durch "bunte Kärtchen" von Kdolsky nicht bekämpfen lassen!

Prävention und Aufklärung einerseits - strengere Jugendschutzbestimmungen andererseits sind die einzig griffigen Lösungsansätze!

Wien, 11-05-2007 (fpd) - Die Vorschläge von Gesundheitsministerin Kdolsky, wonach durch farbcodierte Ausweise künftig die Abgabe für alkoholische Getränke reglementiert werden sollte, sind ein weiterer Beweis für die Einfallslosigkeit dieser Bundesregierung. Alkoholmissbrauch werde sich durch "bunte Kärtchen" jedenfalls nicht bekämpfen lassen, so heute die Gesundheitssprecherin der FPÖ, NAbg Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein, vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte.

Experten betonen immer wieder, dass Alkoholkonsum in frühen Jahren die Chance einer Abhängigkeit erhöht. Immer mehr Jugendliche landen nach derartigen Orgien im Krankenhaus. Veranstaltungen - wie sie an den Wochenenden in den Innenstadt-Lokalen stattfinden - sind oft ein Wettbewerb unter den Jugendlichen, wer denn am meisten "verträgt".

Solange es verantwortungslose Lokalbetreiber gibt, die mit Dumpingpreisen Jugendliche zum Genuss der "bunten Getränke" animieren und damit auch offensiv Werbung betreiben, werde sich an der derzeitigen Situation wenig ändern. Faktum sei weiters, dass oftmals schon in den Familien der Alkoholmissbrauch toleriert werde, da es ja auch vielerorts als "mutig und männlich (oder auch weiblich)" gilt, hie und da mit einem ordentlichen Rausch die Nacht verbracht zu haben. Daher ist in den Köpfen vieler junger Menschen auch kein Unrechtsbewusstsein vorhanden, so Dr. Belakowitsch-Jenewein.

Prävention und Aufklärung in den Schulen einerseits und strengere Jugendschutzbestimmungen andererseits sind die einzigen griffigen Lösungsansätze, um diesem Problem Herr zu werden. Anzudenken wäre etwa eine Herabsetzung der Sperrstunden für einschlägig bekannte Lokale oder bei besonders kritischen Fällen der Entzug der Konzession. Erst wenn die Lokalbesitzer strengstens kontrolliert werden, wird auch Erfolge im Kampf gegen den Alkoholmissbrauch erziehlen, so Dr. Belakowitsch-Jenewein abschließend. (Schluß)

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