Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka: Leistungen der Wissenschaft für den Spitzensport ausbauen

Win-Win-Situation für Forschung und Spitzensport durch bessere Zusammenarbeit

Wien, 11. Mai 2007 (OTS) - "Durch eine bessere Zusammenarbeit der Wissenschaft im sportmedizinischen und sportwissenschaftlichen Bereich und dem österreichischen Spitzensport könnten beide profitieren", betonte Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka bei seinem Besuch des Zentrums für Sportwissenschaft der Universität Wien Auf der Schmelz. Am Vortag hatte der Staatssekretär das Universitäts-und Landessportzentrum Rif in Salzburg besucht und mit Univ. Prof. Dr. Erich Müller Fragen von Lehre und Forschung im Sport ausführlich besprochen. Lopatka will eine engere Zusammenarbeit der vier sportwissenschaftlichen Universitätsinstitute in Wien, Graz, Innsbruck und Salzburg erreichen. "Durch eindeutige und nach außen offen transportierte Schwerpunkte und Kompetenzen wird der Nutzen für den Sport wesentlich erhöht", so Lopatka. Mittelfristiges Ziel sei die Entwicklung eines "Leitinstituts für Sport", in dem die vier Uni-Zentren koordiniert und vernetzt forschen, mit unterschiedlichen Schwerpunkten, von Biomechanik über Molekular-Biologie und genetischer Talentsuche bis hin zu Spezialisierung auf den alpinen Bereich, Leichtathletik oder Ballsportarten. ****

"Die Schwerpunktsetzung bei angewandten Forschungsaktivitäten in den Bereichen der Naturwissenschaft, der Medizin und der Molekularbiologie soll helfen, die Leistungsentwicklung von Spitzen-und Nachwuchssportlern sowie den Trainingsprozess zu optimieren", so Lopatka im Gespräch mit dem Wiener Univ. Prof. Dr. med. Norbert Bachl. Dies wäre vor allem für die Fachverbände eine Orientierungshilfe bei der Auswahl ihrer Kooperations- und Kompetenzpartner zur erfolgreichen Lösung individueller Fragestellungen. Weiters betonte Univ. Prof. Bachl seine Pläne von einer "Campus-Universität" mit Studentenheim und einer möglichen Zusammenarbeit mit dem Olympiazentrum Südstadt, wodurch ein wichtiges "Kompetenzzentrum OST" entstehen könnte, mit besten Voraussetzungen für die Förderung des Nachwuchs- und Spitzensports. Der Sportstaatssekretär betonte, dass er diesbezüglich mit den Ressortverantwortlichen Regierungskollegen Gespräche führen werde.

"Will Österreich auch zukünftig großartige sportliche Erfolge in der Weltklasse feiern und internationalen Leistungssteigerungen nicht hinterher laufen, so sind moderne und auf dem neuesten Forschungsstand aufgebaute Trainings-Systeme sowie qualitativ hochwertige medizinischer Betreuung und Verbesserung des Sportmaterials notwendig. All das liefert die Sportwissenschaft", so Lopatka. Durch die Verknüpfung der vorhandenen sportwissenschaftlichen Institute und Zentren kann die Forschung noch effizienter zum Erfolg des heimischen Spitzensports beitragen. Wie Univ. Prof. Bachl berichten konnte, hat es diesbezüglich bereits einen Austausch der Forschungsschwerpunkte und -richtungen gegeben. "Ziel ist es, eine Win-Win-Situation für Forschung und Spitzensport zu ermöglichen, in der die Vergabe finanzieller Forschungshilfen gezielt an angewandte Spitzensportförderungsprojekte vergeben werden, mit einem enormen Gewinn für den Spitzen- und Nachwuchssport in Österreich", so Lopatka abschließend.

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