Prammer und Stadlbauer zum "Rabenmutter"tag: Frauen kein schlechtes Gewissen machen

Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen wesentlich

Wien (SK) - "Der 'Rabenmutter'tag ist unter Anführungszeichen zu sehen. Denn noch immer geraten berufstätige Mütter gesellschaftlich unter Druck, wenn sie versuchen, Kind und Beruf unter einen Hut zu bringen. Diesen Frauen wollen wir den Rücken stärken", erklärte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer am Freitag bei der gemeinsamen Aktion "Weg mit dem schlechten Gewissen" mit SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer, einigen SPÖ-Nationalratsabgeordneten und den FSG-Frauen am Stock im Eisen-Platz in Wien. Prammer betonte, beim Ausbau der Kinderbetreuungsplätze solle man sich nicht mit Bedarfserhebungen aufhalten, sondern ein Angebot schaffen. ****

"Wir gehen davon aus, dass jede Mutter das Beste für ihr Kind gibt", betonte Prammer. Und Stadlbauer erklärte, dass es "g'scheite Rahmenbedingungen" geben müsse. Dazu gehöre neben der Kindergeldflexibilisierung und mehr Flexibilität bei den Unternehmen auch der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, so Prammer und Stadlbauer unisono. Die Statistik sage, so Prammer, dass 50.000 Betreuungsplätze fehlen und noch einmal so viele Plätze falsch angelegt sind. "Von Bedarfserhebungen halte ich aber grundsätzlich nichts", betonte Prammer, die auf ihre eigenen Erfahrungen als Frauenministerin hinwies. "Wenn die Einrichtungen da sind, können sich die Eltern danach ausrichten und dann werden sie auch angenommen", ist Prammer überzeugt.

Den Ausbau der Betreuungseinrichtungen könne man zwar nicht als ersten Schritt sehen. "Es muss viele erste Schritte geben", aber als einen wichtigen Schritt, so Prammer, die betonte, dass mit der neuen Frauenministerin Doris Bures wieder frischer Wind in den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze kommt. Positiv merkte Prammer hier auch die Bemühungen von Bildungsministerin Claudia Schmied beim Ausbau der Ganztagsschulplätze an.

Der "Rabenmutter"tag wurde zum ersten Mal in Oberösterreich im Jahr 1996 begangen und bundesweit erstmals im Jahr 2000. Heuer hatten die Mütter die Gelegenheit, mit einem Ball auf einen Raben zu werfen - das Symbol für das von der Gesellschaft immer noch eingeredete schlechte Gewissen berufstätiger Frauen. Nach erfolgreichem Werfen gab es ein Blumengeschenk und die SPÖ-Politikerinnen unterhielten sich mit der Mutter über ihre persönlichen Probleme und Schwierigkeiten bezüglich Vereinbarkeit von Kind und Job. (Schluss) up

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