Komatrinken: DARMANN fordert bundeseinheitliches Jugendschutzgesetz

"Wir wollen einheitlichen Jugendpersonalausweis mit Chipfunktion"

Wien (OTS) - "Wir setzen uns schon seit Jahren für einen bundeseinheitlichen Jugendschutz ein und starteten sogar eine Petition dafür, aber die Landeshauptleute von SPÖ und ÖVP haben dieses Ansinnen bisher immer abgelehnt. Es ist nicht nachvollziehbar, daß es in Österreich nach wie vor neun unterschiedliche Jugendschutzgesetze gibt", meinte heute BZÖ-Jugendsprecher Abg. Mag. Gernot Darmann zum SPÖ-Aktionsplan gegen das "Komatrinken".

Es gehe beim Kampf gegen das Phänomen "Komatrinken" nicht darum, die Jugend zu bevormunden, sondern ihnen Schutz vor der Droge Alkohol zukommen zu lassen. Diese Bewußtseinsbildung habe aber schon im Elternhaus, im Kindergarten und Volksschule zu beginnen. Einerseits müßten die Jugendlichen aufgeklärt und informiert werden, andererseits müßten auch die Veranstalter der zahlreichen "Flatrate -Vollrauschpartys" in die Ziehung genommen werde, betonte Darmann.

Es könne sicher nicht der Weisheit letzter Schluß sein, was nun SPÖ und ÖVP im Kampf gegen das "Komatrinken" angedacht haben. Viele Jugendliche würden sich nämlich den Alkohol vor einem Lokalbesuch aus einem Supermarkt oder von einer Tankstelle besorgen und sich damit kostengünstiger und außerhalb der Kontrolle der Gastronomen betrinken. "Hier muß es, in Absprache mit der Wirtschaft, eine Regelung geben, wie dieses Beschaffen von Alkoholika durch Jugendliche an Tankstellen und in Supermärkten in den Griff bekommen werden kann. Das BZÖ tritt daher für noch strengere Kontrollen als ersten notwendigen Schritt ein. Außerdem ist das Personal an der Kassa darauf aufmerksam zu machen, daß Alkoholika an unter 16-Jährige zu verkaufen eine strafbare Handlung darstellt", forderte Darmann.

Kritik übte der BZÖ-Jugendsprecher auch an der ÖVP-Forderung, drei unterschiedliche Personalausweise für Jugendliche einzuführen. "Das ist an Umständlichkeit und hohem Kostenaufwand kaum mehr zu überbieten. Das BZÖ will daher einen einheitlichen Jugendpersonalausweis mit einer Chipfunktion, der gleichzeitig als Lehrlings- beziehungsweise als Schülerausweis verwendet werden kann. Mit diesem BZÖ-Modell wird ein kostengünstiges, einheitliches und einfaches System ermöglicht. Damit könnten die Jugendlichen auch antialkoholische Getränke zu einem günstigeren Preis erwerben", schloß Darmann.

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