Kickl: Arbeitsmarkt: Weiterbildungsmaßnahmen müssen Priorität haben

Import von Arbeitslosen durch Zuwanderung vergrößert das Problem hingegen

Wien (OTS) - "Die Stärkung der Weiterbildung muss ein Hauptinstrument zur Bekämpfung der hohen Arbeitslosenrate in Österreich sein", meinte heute FPÖ-Generalsekretär NAbg. Herbert Kickl zur neuesten von der Arbeiterkammer gestern vorgestellten Studie zum Thema Weiterbildung auf nationaler Ebene, wonach etwa Personen mit Pflichtschulabschluss die geringsten Weiterbildungschancen hätten. Berufliche Weiterbildung müsse aber gerade bei jenen ansetzen, die die geringsten Qualifikationen aufweisen würden. Wenn die Menschen erst in der Arbeitslosigkeit landen würden, sei es in vielen Fällen viel schwieriger, diese Personen wieder in den Arbeitsprozess zu integrieren. Wenn die Chance auf berufsbezogene Weiterbildung in Österreich laut OECD nur halb so hoch wie etwa in einem vergleichbaren Land wie Dänemark sei, dann sei in Wahrheit Feuer am Dach. Hier liege die Chance für eine Verbesserung Österreichs im internationalen Wettbewerb, und nicht im Import weiterer Arbeitsloser durch verstärkte Zuwanderung, so Kickl.

AK-Berichte aus dem letzten Jahr hätten zudem belegt, dass 2003 noch jeder sechste Arbeitnehmer Kurse und Seminare außerhalb des Betriebs besucht habe, 2005 aber nur mehr jeder achte. Hauptgrund dafür sei aber nicht, dass die Österreicherinnen und Österreicher faul seien, sondern dass sowohl das Leben als auch die Weiterbildungsmaßnahmen teurer geworden wären, betonte der freiheitliche Arbeitssprecher.

Gerade die öffentliche Hand werde in dieser Studie in die Pflicht genommen, ein weiteres Indiz dafür, dass die SPÖ-ÖVP-Regierung diese Aufgabe bisher völlig verschlafen habe. In Schweden würden sich die öffentlichen Ausgaben in diesem Sektor laut AK auf zwei Milliarden Euro im Jahr 2005 belaufen. Dagegen sei der rot-schwarze Budgetansatz von 15,5 Millionen Euro für die Förderung der Erwachsenenbildung im Jahr 2007 eigentlich "ein Witz". Kickl abschließend: "Die momentane Diskussion um den österreichischen Arbeitsmarkt läuft völlig falsch. Anstatt dem Drängen der Großkonzerne nach ausländischen Billigarbeitskräften nachzugeben, wäre ein nationaler Plan zu mehr Aus- und Weiterbildung von Inländern, mit zusätzlichem Augenmerk auf die Jugend, das Gebot der Stunde."

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