Kärnten: "Rabenmutter"tag von SPÖ Frauen und SJG

SPÖ macht auf Einkommensunterschiede aufmerksam - "Armut ist weiblich"

Klagenfurt (SP-KTN) - Die Kärntner SPÖ-Frauen und die SJG, machten heute mit einer so genannten "Rabenmutterag-Aktion" in Klagenfurt auf Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen aufmerksam. Neben Gleichstellung der Frauen, standen Themen wie "Kinderbetreuung" und "flexibles Kindergeld" ebenfalls im Zentrum dieser Aktion.

Unter dem Motto "Weg mit dem schlechten Gewissen" wurde ein großer schwarzer Rabe als Zielscheibe aufgestellt und Passanten eingeladen, mit Bällen das längst überholte Klischeebild umzuwerfen, um sich so symbolisch vom schlechten Gewissen zu befreien.

Besonders Frauen seien in unserer Gesellschaft von Armut betroffen. "Die größere Armutsgefährdung von Frauen hat sehr viel mit ihrer Einkommenssituation zu tun", erklärte SPÖ Landesfrauenvorsitzende LAbg. Sieglinde Trannacher. Weibliche Erwerbsverläufe seien gekennzeichnet durch Berufsunterbrechungen aufgrund von Kindererziehung und schlechter Entlohnung. Umstände die "zu lebenslangen Benachteiligungen von Frauen führen", und die sich auf die Pensionen niederschlagen würden. Dazu gehörten auch Erwerbslosigkeit, prekäre Beschäftigungsverhältnisse und "working poor", also Frauen mit einem Einkommen unter 1.000 Euro trotz Vollarbeitszeit, Alleinerzieherinnern, von denen "fast jede dritte von Armut bedroht ist", und wenn Frauen mehr als zwei Kinder hätten, so Trannacher.

Neben der Gleichstellung von Frauen und Chancengleichheit forderte SJG Landesvorsitzender GR Michael Raunig von der Bundesregierung gezielte Maßnahmen zur Armutsbekämpfung. Außerdem sei es für Raunig an der Zeit, dass es österreichweit zum konkreten Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen kommt und er verwies noch dazu auf die im Regierungsprogramm beschlossenen Zuschläge für Mehrkinderfamilien. "Uns geht es darum, die Armutsgefährdung vieler Frauen zu verringern und die Lebensbedingungen der Kärntner-Frauen zu verbessern", so Trannacher und Raunig abschliessend.
Foto: Eggenberger (Schluss)

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