Forschung und Entwicklung: Bayern und Österreich wollen verstärkt kooperieren

WKÖ-Chef Leitl und Bayerns Wirtschaftsminister Huber einig: Mit besserer F&E-Kooperation mehr EU-Gelder lukrieren - Schwerpunkt Energie- und Umwelttechnik

Wien (PWK364) - Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, traf gestern nachmittags mit dem bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber zu einem Arbeitsgespräch zusammen. Im Mittelpunkt der Unterredung standen eine engere Kooperation von Bayern und Österreich bei Forschung und Entwicklung sowie der Bau des Brenner-Basis-Tunnels.

Leitl: "Wirtschaftsminister Erwin Huber und ich haben vereinbart, dass es künftig vor allem eine engere Zusammenarbeit bei Energie- und Umwelttechnolgie geben soll. Hier haben wir in der Wirtschaftskammer Österreich das Netzwerk NUI, da gibt es den Masterplan MUT im österreichischen Umweltministerium. In beiden Ländern haben Unternehmungen ein großartiges Know how bei Energie- und Umwelttechnik entwickelt. Diese Stärken wollen wir gemeinsam ausbauen." Huber und Leitl streben aber auch an, dass die staatlichen Förderstellen sowie die Geldinstitute verstärkt die Kooperation von österreichischen und bayerischen Unternehmen bei Forschung und Entwicklung unterstützen sollen, um den Zugang der Betriebe zu europäischen Fördermitteln zu verbessern. Leitl: "Das Ziel ist, durch eine vermehrte Kooperation mehr EU-Mittel für Forschung und Entwicklung zu bekommen."

Was den Brenner-Basis-Tunnel betrifft, sicherte Huber jede mögliche Unterstützung Bayerns für das riesige Bauprojekt zu. Leitl:
"Der Brenner-Basis-Tunnel ist nicht nur für Österreich, sondern auch für Bayern und Italien ganz wichtig. Österreich darf bei diesem Mega-Projekt nicht allein gelassen werden, sondern bedarf bei der Finanzierung europäischer Hilfe. Die hat Bayern zugesagt. Denn Italien ist der wichtigste europäische Handelspartner von Bayern. Und daher ist das Interesse groß, dass das Tunnelprojekt rasch vorangetrieben wird."

2006 gingen 45% der österreichischen Exporte nach Deutschland in den Freistaat und 30 % der Importe aus Deutschland kamen aus Bayern. Bayern ist Österreichs wichtigster Exportmarkt, deutlich vor Italien (9,3 Mrd.).

Im Jahr 2006 wuchs das Handelsvolumen mit Bayern um beachtliche 17,2 %. Der Warenaustausch zwischen den beiden Nachbarn hat sich somit in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt, wobei sich Exporte und Importe annähernd gleich entwickelt haben. Der starke Anstieg des Handelsvolumens im Vorjahr ist erfreulicherweise zum größeren Teil auf die außergewöhnliche Zunahme österreichischer Lieferungen nach Bayern zurückzuführen, die von einem bereits sehr hohen Niveau ausgehend nochmals um rasante 18,8 % zulegen konnten. Nach deutschen Statistiken erreichten die österreichischen Lieferungen im vergangenen Jahr rund 13,2 Mrd. EUR, auf Basis der österreichischen Zahlen sogar 15,4 Mrd. EUR. (RH)

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Stabsabteilung Presse
Mag. Rupert Haberson
Tel.: (++43) 0590 900-4362
Fax: (++43) 0590 900-263
presse@wko.at
http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0002