Grüne Favoriten gegen Aus für Landwirtschaft im Bezirk

Kuppelwieser: Funktionierende Nahversorgung wird von SP, VP und FP für immer vernichtet

Wien (OTS) - "Die Mehrheit der Favoritner Bezirksvertretung, die SPÖ, FPÖ, und auch die ÖVP spricht sich gegen eine Existenzberechtigung der Landwirtschaft in Favoriten aus", kritisiert der Klubobmann der Grünen Favoriten, Oswald Kuppelwieser

Bei der unlängst abgehaltenen Bezirksvertretungssitzung brachten die Grünen einen Resolutionsantrag ein, mit dem Wortlaut: "Die Bezirksvertretung spricht sich für das Recht der lokalen Bevölkerung auf Selbstversorgung mit Lebensmitteln aus. Zur Möglichkeit der Selbstversorgung der Favoritner Bevölkerung wird die Erhaltung des hochwertigen und fruchtbaren Bodens im Süden Favoritens für den Anbau von lebens- und existenzsichernden Mengen von Feldfrüchten garantiert". Dabei beriefen sich die Grünen vor allem auf den vom Wiener Gemeinderat beschlossenen Agrarstrukturellen Stadtentwicklungsplan.

Die Realität sei, dass schon in den 90-ern im Zuge der 2. Stadterweiterung in Wien der Landwirtschaft in nur drei Jahren 450 ha entzogen wurden. Das entspreche einem jährlichen Flächenverbrauch von der Größe des 6. Wiener Gemeindebezirks. "Traurig genug sei, dass in Wien landwirtschaftlich genutzte Flächen schlicht als "Reserveflächen" bezeichnet werden, als Flächen, die in der "Zwischenzeit" durch den Ackerbau, für künftige Stadterweiterungen "frei" gehalten werden, so Kuppelwieser.

"Dass alle Parteien der Favoritner Bezirksvertretung gleichzeitig dem Antrag der Grünen für die Schaffung eines Bezirksklimaschutzprogramms zugestimmt haben, ist daher mehr als Heuchelei", betont Kuppelwieser. Mit dem Absterben der Landwirtschaft in Favoriten und der geplanten Verbauung von Rothneusiedl werde nicht nur der Grüngürtel weiter beschnitten und dem qualitativ hochwertigen Boden die Treibhausgasspeicherkapazität entzogen, sondern mit dem geplanten Einkaufzentrum an der Peripherie dieser zur Parkplatz-Asphaltwüste versiegelt und dem Bezirk ein weiterer Verkehrserreger beschert. "Die Erhaltung und die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen und die funktionierende Nahversorgung der Bevölkerung wird von den VertreterInnen und Vertretern der SP, VP und FP für immer vernichtet", ist der Grünpolitiker empört.

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