Biomasse-Aktivitäten der Bundesforste übersiedeln nach Salzburg

Bundesforste-Tochter SWH wird nach Salzburg verlegt

Wien, 11. Mai 2007 (OTS) - Strom und Wärme aus Holz (SWH), die "Biomasse-Tochter" der Österreichischen Bundesforste AG (ÖBf), verlagert ihre Zentrale mit 1. Juli 2007 von Purkersdorf im Wienerwald in die Salzburger Gemeinde Grödig. Damit verlegen die Bundesforste einen ihrer derzeit zukunftsweisendsten und boomendsten Zweige in eine Kernregion des Unternehmens, das Land Salzburg, wo die Bundesforste jeden dritten Quadratmeter der Landesfläche betreuen und bewirtschaften.

Die Zahlen der SWH, die in Österreich Biomasse-Kraftwerke betreibt, können sich sehen lassen: Derzeit sind es 21 Kraftwerke im ganzen Land, und es werden laufend mehr. Aus 1,3 Millionen Schüttraummetern Biomasse erzeugen sie insgesamt 450 Megawattstunden Wärme und 130.000 Megawattstunden Ökostrom pro Jahr. Das bisherige Investitionsvolumen in die Kraftwerke liegt bei 150 Millionen Euro. Zusätzlich zu den bereits bestehenden sind derzeit weitere elf Biomasse-Kraftwerke in Planung, die weitere 60 Megawatt thermische und 4 Megawatt elektrische Leistung bereitstellen sollen. Ihre Errichtung erfordert ein zusätzliches Investment von 60 Millionen Euro.

- Zentrale der SWH näher bei den Kraftwerken -
Die Biomasse-Kraftwerke befinden sich zu einem überwiegenden Teil im Westen Österreichs. Alleine im Bundesland Salzburg betreibt die SWH inklusive Beteiligungen zehn Biomassekraftwerke - das ist fast die Hälfte aller Anlagen -, vier weitere sind in Planung. Daher ist der Umzug für den Geschäftsführer der SWH, Christian Rohrmoser, nur eine logische Konsequenz: "Es ist für uns wichtig, dass das Unternehmen mit seiner Zentrale und allen Agenden dorthin zieht, wo die meisten Kraftwerke sind. Die Gemeinde Grödig bietet uns als Standort optimale Rahmenbedingungen." Schon bisher haben die meisten der 40 SWH-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt bei den Kraftwerken gearbeitet. Mit der Übersiedelung wandert die Unternehmensleitung nicht nur näher zu den Kraftwerken, sondern auch zu ihren Mitarbeitern.

Bei ihrer Gründung wurde die SWH direkt in der Unternehmenszentrale der Bundesforste im niederösterreichischen Purkersdorf angesiedelt. "Die SWH ist zu 50 Prozent Tochter der ÖBf. Die anderen 50 Prozent hält die Wärmebetriebe GmbH (WBG). Für die Entwicklung des Unternehmens war der intensive Austausch mit den Experten des Mutterunternehmens ÖBf von großer Bedeutung. Daher war es sinnvoll, die SWH direkt bei den Bundesforsten unterzubringen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo auch die Zentrale in unmittelbarer Nähe zu möglichst vielen Kraftwerken sein soll" erklärt, der Vorstandsprecher der ÖBf Georg Erlacher.

- Weiterentwicklung über Grenzen hinweg -
Die Bundesforste haben den Umzug ihrer Biomasse-Tochter unterstützt und forciert. "Salzburg ist für die ÖBf ein wichtiges Bundesland, weil hier der Flächenanteil des Unternehmens sehr hoch ist. Daher ist es uns auch ein besonderes Anliegen, viele Aktivitäten von Salzburg aus zu betreuen" erklärt Erlacher.

"Der Umzug nach Salzburg soll auch ein neuer Impuls für die Weiterentwicklung der SWH sein", meint Geschäftsführer Rohrmoser. "Wir wollen vom Standort aus in Österreich wachsen und in Zukunft über die Grenzen hinweg auch in Richtung Nachbarstaaten Österreichs denken."

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Bundesforste AG
Bernhard Schragl, Pressesprecher
Tel: 02231/600-215
E-Mail: bernhard.schragl@bundesforste.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TRI0001