Die Themen Pflege und Betreuung haben weiterhin Priorität

Wien (OTS) - Ein Arbeitsgespräch war Anlass des Besuchs des neuen Sozialministers Dr. Erwin Buchinger am 9. Mai 2007 in der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB), um die sozialpolitischen Agenden der Sozialversicherungsanstalt der Bauern, des bäuerlichen Berufsstandes und die weiteren Fragen der Sozialpolitik zu besprechen.

Gegenstand des nunmehrigen Gesprächs in der SVB war die in Beratung befindliche 67. und 68. ASVG-Novelle, wo es vor allem um die Reform der bäuerlichen Unfallversicherung und deren Neuausrichtung aufgrund eines VfGH-Erkenntnisses geht. Des Weiteren wurde eingehend die beabsichtigte Neuregelung im Pflege- und Betreuungsbereich im Zusammenhang mit dem Pflegegeld diskutiert. Buchinger berichtete über sein Vorhaben, dass es auch neue Elemente in der Sachleistung geben wird, jedenfalls ist eine Übernahme der Dienstgeberbeiträge bei Pflegekräften durch den Bund geplant. Dies wurde von Seiten der SVB-Vertreter Obmann Donabauer und Mag. Ledermüller begrüßt, jedoch wies man mit allem Nachdruck darauf hin, dass auch in Zukunft die Angehörigenpflege denselben Stellenwert wie die professionelle Betreuung in Pflegeheimen haben müsse. "Nur wer diesen Intentionen entspricht", so Donabauer, "öffnet die Möglichkeit, dass sich dieser Bereich der Pflege durch Angehörige mit Nachhaltigkeit und unter Mitwirkung der öffentlichen Hand weiterentwickeln kann. Das ist nämlich nicht nur die wirtschaftlichste, sondern auch die menschlichste Art der Betreuung für jene Zeit, in der man auf fremde Hilfe angewiesen ist."

Gesprächsinhalt waren ebenso die offene Frage hinsichtlich der Invaliditäts-, Erwerbsunfähigkeits- u. Berufsunfähigkeitsbegriffe und nicht zuletzt auch die strukturellen Veränderungen in der Sozialversicherung.

Buchinger lobte die Arbeit der SVB, vor allem deren innovatives Wirken und die vielfältigen Angebote im Bereich der freiwilligen Leistungen. Donabauer und Ledermüller zeigten sich nach Abschluss des Gesprächs zufrieden, dass die bäuerlichen Anliegen vom neuen Sozialminister nicht nur angehört, sondern auch wahrgenommen werden. "Nur gemeinsam kann in Zukunft eine gute Politik für alle Versicherten erfolgen", betonte Obmann Donabauer.

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Dr. Georg Schwarz
Sozialversicherungsanstalt der Bauern
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