Bulfon: Wohnraum ist ein soziales Grundrecht

Wien (SK) - In einem Initiativbericht forderte das EU-Parlament am Donnerstag ein verstärktes Vorgehen beim Thema Wohnraum in Bezug auf die Regionalpolitik. "Das Fehlen eines menschenwürdigen Wohnraums zu erschwinglichen Preisen nimmt einen direkten Einfluss auf das soziale Leben der Menschen. Die Chancen zur sozialen Eingliederung werden ebenso gemindert, wie die Chancen in den Bereichen Bildung und berufliche Entwicklung", meinte der SPÖ-Europaabgeordnete Wolfgang Bulfon nach der Abstimmung. ****

Der Bericht weist auf die Notwendigkeit von Beihilfen im Wohnraumsektor und die Stärkung der sozialen Rechte hin. Gleichzeitig werden nationale Entscheidungsträger dazu aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um jungen Menschen zu helfen, ihr erstes Eigenheim zu erwerben. "Dabei muss allerdings auf die Gefahr einer Ghettobildung hingewiesen werden, die es zu vermeiden gilt, wenn die Kriterien der Vergabe ausschließlich soziale sind. Gerade die Erfahrungen in Österreich haben gezeigt, dass der Zugang zu geförderten Wohnungen grundsätzlich für alle Menschen offen stehen muss. Dadurch können Konfliktherde, die durch die Ghettoisierung entstehen, unterbunden werden", so Bulfon.

Vorraussetzung für eine attraktive Wohnlage sind unter anderem leistungsfähige und erschwingliche öffentliche Verkehrsmittel, der Zugang zu Gesundheits- und Sozialdienstleistungen, sowie zu Bildung und Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung. Weiters wird die verstärkte Förderung von Kulturzentren gefordert, um die Integration zu verbessern. "Wohnraum ist mehr als eine Wohnung oder ein Haus. Wohnraum hat eine immanent soziale und gesellschaftliche Bedeutung", betonte Bulfon abschließend. (Schluss) up/mp

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