Monatliche Kriminalstatistik des BM.I - April 2007

Wien (OTS) - Im April 2007 wurden in Österreich 49.004 Straftaten angezeigt. Das Bedeutet im Vergleich zum Vormonat einen Rückgang der angezeigten Delikte um 4.328 (-8,1 %). Ebenso liegt dieser Wert um 1332 Straftaten bzw. 2,6 % unter dem Durchschnittswert der letzten 12 Monate (50.336). In der Gesamtbetrachtung von Jänner bis April 2007 sind dennoch mit insgesamt 200.987 angezeigten Straftaten noch um 14.533 Delikte bzw. 7,8 % mehr zu verzeichnen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Ähnlich verhält es sich mit der Aufklärungsquote. Mit einer Aufklärung von 39,9 % im April 2007 wurde bundesweit gegenüber dem Vormonat März 07 eine Verbesserung um 2,4 Prozentpunkte erreicht und damit auch der Durchschnittswert der vergangenen 12 Monate überschritten. Auch hier ist aufgrund der Entwicklung in den ersten drei Monaten 2007 aber festzuhalten, dass die Aufklärungsquote im Vergleich zu Jänner bis April 2006 mit 38,1 % noch ein Minus von 1,6 % aufweist.

Zusammengefasst bestätigen die vorliegenden Daten die Ausführungen der vorangegangenen Monate, wonach nur eine langfristige Betrachtungsweise wirkliche Aussagekraft besitzt. Ebensowenig wie die überdurchschnittlichen Werte im Monat März 2007 einen anhaltenden Anstieg der Kriminalität rechtfertigten kann aus den in diesem Monat vorliegenden Zahlen geschlossen werden, dass ein rückgängiger Trend eingeleitet ist.

Die angefallenen Straftaten bewegen sich vielmehr im Rahmen jener Bandbreite, die im Jahresergebnis 2005 und 2006 für eine deutliche Verbesserung der Kriminalitätsentwicklung maßgeblich war.

Innenminister Günther Platter weist erneut darauf hin, dass die monatlichen Teilergebnisse - auch regional - genau analysiert und darauf aufbauend strategische und kriminaltaktische Maßnahmen ergriffen werden. "Dass die Detailzahlen für April 2007 besser als der Durchschnitt der vergangenen Monate sind, hat keine Aussagekraft. Vielmehr setzen wir im Innenministerium den bewährten Weg fort, auf laufenden Erkenntnissen aufzubauen und so im Jahresergebnis durch unterschiedliche, zielorientierte Präventionsprojekte, Erhebungen und Schwerpunkte eine anhaltende Verbesserung zu erreichen".

Während bei Gelegenheitsdiebstählen, Sachbeschädigungen durch Vandalismus sowie Diebstahl von Fahrrädern und Sachbeschädigungen an Fahrzeugen in absoluten Zahlen die deutlichste Zunahme zu verzeichnen ist, sind beim Diebstahl von Schiern, Mobiltelefonen und Geldbörsen die markantesten Rückgänge feststellbar.

Nicht zuletzt ist darauf hinzuweisen, dass neu eingeführte Deliktsformen - soweit sie nicht schon im Vergleichszeitraum Bestand gehabt haben - zu einem Anstieg der angezeigten Straftaten führen können. Bestes Beispiel dafür ist Zahl von 849 Stalkingfällen, die im Vergleichszeitraum des Vorjahres nicht anfallen konnten, da der Anti-Stalkingparagraph erst im Juli 2006 in Kraft trat.

Angezeigte Fälle Jän-Apr Jän-Apr + / - 2006 2007 Jän-Apr in % Wien 70,172 71,829 2.4% Tirol 18,153 19,068 5.0% Steiermark 19,563 20,640 5.5% Vorarlberg 6,679 7,144 7.0% Burgenland 2,812 3,072 9.2% Niederösterreich 25,946 28,538 10.0% Kärnten 9,031 9,986 10.6% Salzburg 12,585 14,430 14.7% Oberösterreich 21,513 26,280 22.2% ÖSTERREICH 186,454 200,987 7.8% Geklärte Fälle Jän-Apr Jän-Apr + / - 2006 2007 Jän-Apr in % Salzburg 4,204 5,615 33.6% Oberösterreich 11,040 13,430 21.6% Steiermark 8,516 9,136 7.3% Vorarlberg 3,581 3,837 7.1% Tirol 7,423 7,866 6.0% Kärnten 4,472 4,610 3.1% Burgenland 1,557 1,590 2.1% Niederösterreich 12,111 11,269 -7.0% Wien 21,153 19,228 -9.1% ÖSTERREICH 74,057 76,581 3.4% Aufklärungsquoten Jän-Apr Jän-Apr + / - 2006 2007 Jän-Apr %punkte Salzburg 33.4% 38.9% 5.5 Steiermark 43.5% 44.3% 0.7 Tirol 40.9% 41.3% 0.4 Vorarlberg 53.6% 53.7% 0.1 Oberösterreich 51.3% 51.1% -0.2 Kärnten 49.5% 46.2% -3.4 Wien 30.1% 26.8% -3.4 Burgenland 55.4% 51.8% -3.6 Niederösterreich 46.7% 39.5% -7.2 ÖSTERREICH 39.7% 38.1% -1.6

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