Pflegenotstand wird mit neuer Regelung nicht behoben

Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflege mahnt Qualität in der Pflege ein

Wien (OTS) - Die Amnestie für die derzeit in Österreich illegal in der Pflege tätigen Personen läuft laut Sozialminister Buchinger mit Ende Juni 2007 aus. Betroffene Familien können vorerst aufatmen, denn für die Pflegestufen 5, 6 und 7 ist bis Ende des Jahres die Finanzierung durch das Sozialministerium gesichert. Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband befürwortet diese Vorgehensweise, denn damit ist ein erster Schritt getan. Komplett außer Acht gelassen wurden jedoch die Definition von Pflege-und Betreuungsstandards. Jetzt muss es darum gehen, für den personellen und qualitativen Notstand nachhaltige Lösungen zu finden. Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband fordert daher einen runden Tisch mit Sozialminister Buchinger und Gesundheistsministerin Kdolsky.

Frau Christine Ecker, die Präsidentin des ÖGKV: "In der Diskussion um die Beschäftigung der illegalen Pflegekräfte muss eine deutliche Unterscheidung zwischen Betreuungsleistungen (Unterstützung im Haushalt) und professioneller Gesundheits- und Krankenpflege vorgenommen werden. Um die pflegenden Angehörigen und die zu Pflegenden adäquat unterstützen zu können bedarf es einer Palette verschiedener Leistungen. Die professionelle Gesundheits- und Krankenpflege muss hier eingebunden sein, um Risiken zu vermeiden, Qualität zu garantieren und gleichzeitig die Angehörigen zu unterstützen. Der Pflegenotstand wird mit einer finanziellen Regelung nicht behoben"

Am 12. Mai findet der Internationale Tag der Krankenpflege statt Das diesjährige Motto lautet: Arbeitsplatz Pflege: Mit Qualität arbeiten - mit Qualität pflegen. Der Tag will darauf aufmerksam machen, dass die Arbeitsbedingungen von professionellem Pflegepersonal in direktem Verhältnis mit der Qualität der professionellen Pflege stehen.

Christine Ecker: Es ist erwiesen, dass sich ein positives Arbeitsumfeld und die Zufriedenheit des Pflegepersonals direkt auf die Patientenzufriedenheit und die Patientenergebnisse auswirken.
In den Krankenhäusern und Pflegeheimen leisten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen rund um die Uhr einen wesentlichen Beitrag für das Wohl der Menschen. Vielfach kommen sie dabei an den Rand der Erschöpfung, burn out und Berufsausstieg ist allzu oft die Folge. Der Einsatz von nicht oder unzureichend qualifiziertem Personal ist sowohl für die betreuenden Personen als auch für die Patienten wie ein russisches Roulette.

Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband ist der Berufsverband aller Pflegeberufe Österreichs. Er ist gemeinnützig, unabhängig, überparteilich und interkonfessionell.

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Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband
DGKS Christine Ecker, MBA, MAS
Präsidentin
Wilhelminenstraße 91/IIe, 1160 Wien
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