Wiener GPA-DJP-Jugend fordert Berufsausbildungsfonds statt Lehrlingskündigung

Wiener kaufmännische JugendvertrauensrätInnen lehnen die geplante Einführung der Lehrlingskündigung ab

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - Die betrieblichen Jugendvertretungen der kaufmännischen Lehrlinge in der Wiener Privatwirtschaft fordern im Zuge eines Wien weiten Zusammentreffens die Einführung eines Berufsausbildungsfonds und lehnen die von der Bundesregierung geplante Einführung der wechselseitigen Kündigungsmöglichkeit in der Lehrausbildung ab. ++++

"Die Lehrlingskündigung würde den ohnehin schon heftigen Druck auf Jugendliche weiter erhöhen, denn die Arbeitsmarktsituation ist trotz Sonntagsreden immer noch angespannt. Darüber hinaus wird den Jugendlichen ständig die Rute ins Fenster gestellt und es besteht die Gefahr, dass dadurch noch mehr Jugendliche ausgenutzt werden", fasst Christoph Peschek, Jugendreferent der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP) Wien, die Stimmung der TeilnehmerInnen des Treffens zusammen.

"In Wien werden bereits jetzt mehr als 20 Prozent aller Lehrverhältnisse während der Probezeit gelöst und nur etwa jeder vierte Lehrling beendet seine Ausbildung im 'Ursprungsbetrieb'. Es gibt somit genügend Möglichkeiten, ein Lehrverhältnis zu lösen und von einer 'Lehrlingspragmatisierung' kann keine Rede sein. Die Lehrlingskündigung würde die Situation mit Sicherheit verschlechtern", kritisiert Peschek.

Die Wiener JugendvertrauensrätInnen und die GPA-DJP-Jugend Wien fordern statt der Lehrlingskündigung die Einführung eines bundesweiten Berufsausbildungsfonds, damit alle Betriebe einen gerechten Beitrag zur Ausbildung leisten.

ÖGB, 10. Mai 2007
Nr. 307

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Christoph Peschek
GPA-DJP Regionalgeschäftsstelle Wien/Jugend
Alfred-Dallinger-Platz 1
1034 Wien
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