ARA Aufsichtsratspräsident Schreiber zufrieden: Erfolgsmodell Nachhaltigkeitsagenda sorgt für geschlossene Kreisläufe

Wien (OTS) - Nachhaltigkeitsagenda als Erfolgsmodell

"Mit der Nachhaltigkeitsagenda für Getränkeverpackungen haben wir Österreicher einen Meilenstein gesetzt. Diese Vereinbarung zwischen Umweltpolitik und Wirtschaft hat einen neuen Weg aufgezeigt: weg von Zwangsmaßnahmen hin zu freiwilligen Verpflichtungen, die von allen getragen werden", zeigt sich ARA Aufsichtsratspräsident und Obmann des Verbands der Getränkehersteller KR Leo Schreiber erfreut, "so werden auch für 2006 die gesteckten Ziele erreicht - beispielsweise Getränkeverpackungen für Letztverbraucher zu mindestens 80 % wieder zu befüllen oder stofflich zu verwerten."

Modellversuch mit 80 Millionen Einwohnern gescheitert

"Österreich hat damit auf jeden Fall den richtigen Weg gewählt, wenn man sich die katastrophalen Auswirkungen des Pflichtpfands zur Stützung des Mehrweganteils in Deutschland ansieht: Die deutsche Mehrwegquote ist seit Einführung des Zwangspfands weiter gesunken und liegt nun bei weniger als 35 Prozent. Der 'Modellversuch' zur Stützung des Mehrweganteils mit rund 80 Mio. Einwohnern ist somit gescheitert. Die Kosten für diesen Flop, die Experten auf mehr als 2 Mrd. Euro schätzen, zahlen die KonsumentInnen. Aber nicht nur, dass der Mehrweganteil nicht gehalten werden konnte - wie von Experten der Getränkeindustrie und auch der ARA vorausgesagt wurde - auch die geordnete Verwertung der gesammelten Getränkeverpackungen wurde durch das Zwangspfand erheblich gestört."

Jüngste Zeitungsmeldungen berichten mit Hinweisen auf Branchenkenner, dass nur rund zwei Drittel der Einweg-Getränkeverpackungen als Leergut in die Läden zurückgebracht werden. Ein Wert, der in Österreich ganz ohne Zwangsmaßnahmen und zusätzlichen Belastungen für Wirtschaft und KonsumentInnen locker überschritten wird.

Kreislaufwirtschaft - Made in Austria

"In Österreich haben wir mit der Umstellung der Leichtverpackungssammlung auf eine Plastikflaschensammlung, der Intensivierung der Sammlung bei Events und nicht zuletzt mit der Errichtung der Bottle-to-Bottle-Recyclinganlage im burgenländischen Müllendorf hingegen eine wichtige Grundlage für die Zukunft gelegt." Im August 2006 erfolgte die Grundsteinlegung dieser weltweit modernsten Anlage, die Eröffnung wird noch diesen Sommer sein. Zwei Drittel der sortenrein gesammelten PET-Getränkeflaschen können dann wieder zu Flaschen verarbeitet werden, und der Kreislauf wird geschlossen.

"Damit haben wir eine effiziente Lösung für die PET-Flaschen-Verwertung gefunden und können mit Stolz zeigen, wie wir in Österreich mit solchen Herausforderungen umgehen. Denn die Bottle-to-Bottle-Anlage ist ein europaweit einzigartiges Projekt, bei dem Branchenunternehmen mit an sich unterschiedlichen Interessenslagen teilnehmen, um gemeinsam ökologische Ziele zu erreichen. Dieser neue Kreislauf beweist, dass es auch andere -teilweise bessere - Wege gibt, die Umwelt zu schonen, als alles auf die Mehrwegkarte zu setzen."

"Insgesamt ist die Nachhaltigkeitsagenda also ein Erfolgsmodell, das allerdings dieses Jahr ausläuft", zieht Schreiber ein Fazit. "Im Namen der österreichischen Getränkewirtschaft kann ich aber sagen:
Wir stehen zu unserer Verantwortung und streben daher eine Fortführung dieser freiwilligen Verpflichtung an."

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