"KURIER"-Kommentar von Simon Kravagna: "Kampf der Giganten"

Das BZÖ verdient auch mal ein Dankeschön - es gibt ja sonst wenig Amusement.

Wien (OTS) - Manchmal ist es an der Zeit, einfach nur einmal
Danke zu sagen. Also, liebes BZÖ: Danke.
Danke vor allem für die geniale Leistung, eine in der Regel abseits von Haiders Kärnten nur am Rande der Wahrnehmung vorbeischrammende Partei immer wieder mit heiteren Episoden in Erinnerung zu rufen.
Bei den Orangen ist ja ein beinharter Kampf um die Vorherrschaft in der Bundeshauptstadt ausgebrochen. Dort hatte das BZÖ bei der Gemeinderatswahl etwas mehr als 7000 Wähler (1,15 Prozent) und damit weniger als die KPÖ. Der bisherige Landeschef (ja, den gab es) wurde ausgeschlossen. Ab jetzt geht es sicher aufwärts.
Leider ist nicht überliefert, wie der Kampf der orangen Giganten in Wien genau über die Bühne ging. Die Bandbreite der parteieigenen Konfliktkultur lässt sich aber anhand einer sicher auch ganz lustigen Wirtshausrauferei erahnen. Damals wurde ein bei Parteichef Peter Westenthaler in Ungnade gefallener Pressesprecher entweder mit einem "Haut’s des Arschloch raus" (so der Pressesprecher) oder mit einem fast liebevollen "Komm, Burli, gemma aussi" (so Westenthalers damaliger Bodyguard vor Gericht) vor die Tür komplimentiert.
Oder soll man jetzt doch eher wieder weinen?

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