Einem zu "Projekt EU": Kann nur gelingen wenn man neugierig auf das Andere ist

Wien (SK) - SPÖ-Europasprecher Caspar Einem nahm am Mittwoch anlässlich des "Europatages 2007" an einer Diskussionsrunde mit Schülerinnen und Schülern der Schumpeter- Handelsakademie im Ministerium für europäische und internationale Angelegenheiten teil. Das "komplexe Projekt" EU könne nur gelingen, wenn man "neugierig genug ist, zu erfahren was der andere will der", es genüge nicht, sich nur "für die eigenen Interessen" zu interessieren, so Einem. ****

In der EU würden alle Mitgliedsstaaten auf der einen Seite "ihre spezifische Kultur" erhalten wollen und trotzdem "gemeinsam bewegen und gestalten". Dies sei in diesem "Klub von 27 Staaten" oft schwierig, betonte Einem. Der Unterschied zwischen europäischen Staaten und anderen Großstaaten, Einem machte dies am Beispiel Amerikas deutlich, sei, dass "wir europäisch auf die Welt schauen und Probleme interpretieren". Die Geschichte Europas, mit all ihren Konflikten und Gemeinsamkeiten, die man als Europäer "in den Knochen trägt", sei bedeutend für diese Sicht auf die Welt, so Einem.

Der SPÖ-Europasprecher würde sich mehr "europäische Experimente" wünschen, zum Beispiel Geschichtelehrer aus anderen Ländern an österreichischen Schulen. So würde Geschichte nicht nur aus dem "österreichischen Blickwinkel" vermittelt und "Probleme miteinander" ließen sich besser verstehen. Die Grenzen Europas seien nicht gleich die Grenzen der EU, denn "die EU ist ein politisches Projekt". Bei der EU gehe es nicht um geografische Grenzen sondern um die Frage:
"Was will man miteinander tun und ist das Projekt EU dann noch realisierbar", erklärte Einem.

Die Chancen der "Öffnung Europas" würden, vor allem für Jugendliche bestehen, man müsse aber "bereit und offener sein diese dort anzunehmen wo es sie gibt", so Einem. Die Schule müsse "Neugier und Begeisterung" fördern, um die Ängste der Jugendlichen abzubauen. Auch das "Selbstbewusstsein" sollte den SchülerInnen mitgegeben werden, dass "man Zustände ändern kann, wo man sich darauf einlässt", so Einem abschließend. (Schluss) ar

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