Plassnik: "Europäer sind Meister im Management der Vielfalt"

Diskussionsrunde im Außenministerium anlässlich des Europatages

Wien (OTS) - "Mir geht es heute darum, die Jugend vor den Vorhang
zu holen. Die Jugend von heute legt das Europa von morgen fest -deshalb ist es mir ein großes Anliegen, mit jungen Bürgerinnen und Bürger über Europa zu sprechen und ihren Anliegen und Visionen zuzuhören", sagt Außenministerin Ursula Plassnik heute im Rahmen der vom Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten anlässlich des Europatages veranstalteten Diskussionsrunde. "Reden wir über Europa! Das ist meine persönliche Einladung an die Jugend".

Unter dem Titel "Meine Fragen an Europa" erörtern vierzig Schülerinnen und Schüler der Schumpeter-Handelsakademie in Wien ihre Ideen, Meinungen und Anliegen in Bezug auf die Europa-Politik und die europäischen Herausforderungen mit Außenministerin Ursula Plassnik, dem ÖVP-Klubobmann Wolfgang Schüssel, dem SPÖ-Europasprecher im Parlament Caspar Einem, den Bürgermeistern von zwei österreichischen Europa-Gemeinden und einem international tätigen österreichischen Unternehmer. Der Schweizer Schriftsteller Prof. Adolf Muschg, unter anderem Büchner- und Grimmelshausen-Preisträger, hält ein Impulsreferat.

"Die heutige Diskussion soll zeigen, wie vielfältig die Fragen und Erwartungen an Europa sind. Vielfalt und Buntheit sind in der Tat besondere Eigenschaft Europas, auf die wir nicht verzichten wollen, sie sind der eigentliche Reichtum der EU. Die Europäer sind Meister im Management der Vielfalt", so Plassnik.

"Wir alle sind Teilhaber und Mitgestalter der EU. Wenn man mitgestalten will, muss man sich zuerst informieren und dann eine Meinung bilden. Dazu braucht es das notwendige Handwerkszeug, das bereits im Schulalter erlernt werden soll. Europa fängt in der Schule an", so Plassnik

"Mein Vorschlag ist daher: Schulfach Europa ab der ersten Schulstufe. Man kann nicht früh genug beginnen, sich aufgeschlossen und aktiv mit der Welt um uns auseinanderzusetzen. Ich habe daher heute, am Europatag, diese Zielvorstellung auch im Ministerrat angesprochen. Natürlich sind jetzt viele Fragen lehrplantechnischer und finanzieller Natur zu klären. Ich habe dazu Gespräche mit dem Bundeskanzler, der Kollegin Unterrichtsministerin und dem Vizekanzler und Finanzminister aufgenommen. Die Bundesregierung sollte meiner Ansicht nach hier ein deutliches Signal für die Zukunft setzen", so Ursula Plassnik.

"Gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten verstehen wir uns als ´Vernetzungszentrale Österreichs` - als Servicestelle für alle, die Europa mitgestalten, und die sich einbringen wollen: in Politik, Wirtschaft, und Kultur - nicht zuletzt auch in den Schulen. Die heutige Diskussion mit jungen und engagierten Europäern zeigt, dass dieses Angebot auch angenommen wird - das macht Mut, diesen Weg weiter zu gehen", so die Außenministerin.

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