Glaser: Welthandel muss gerechter gestaltet werden

"Fairtrade"-Waren dürfen nicht als Feigenblatt dienen

Wien (ÖVP-PK) - "Neue Handelsformen unter dem Slogan 'Fair trade' sind ein wichtiger Beitrag, um zu nachhaltigen Produktionsweisen in Afrika, Asien und Südamerika beizutragen. Dass die österreichischen Konsumenten steigendes Bewusstsein an den Tag legen, zeigt der zunehmende Umsatz mit fair gehandelten Produkten. Trotzdem muss es das Ziel der Politik bleiben, den Welthandel als Gesamtes nachhaltiger und gerechter zu gestalten." Diese Überzeugung äußerte ÖVP-Abg. Franz Glaser, ÖVP-Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit, heute, Mittwoch, anlässlich der derzeit laufenden Fairtrade-Wochen 2007. ****

"Noch decken Fairtrade-Produkte nur einen winzigen Teil des Handelsumsatzes in Österreich ab. Sie haben aber eine hohe Symbolkraft, wenn es darum geht, Konsumenten den Stellenwert der Entwicklungszusammenarbeit bewusst zu machen", sagte Glaser.

Fairtrade dürfe aber nicht als Feigenblatt dienen, um vom Ziel der weltweit gerechter gestalteten Handelsbedingungen abzulenken, betonte Glaser. "Es geht darum, regionale Wirtschaftskreisläufe in den Entwicklungsländern in Gang zu halten und die Souveränität in der Nahrungsmittelversorgung zu erhalten. Es geht aber auch darum, benachteiligende Wettbewerbsbedingungen zu beseitigen. Dazu zählt etwa die begünstigte Besteuerung von Flugzeug- und Schiffstreibstoff. Wenn man die Mittel einer solchen Steuer zumindest teilweise für Zwecke der Entwicklungszusammenarbeit widmet, können wichtige Schritte für eine effiziente Entwicklungszusammenarbeit gesetzt werden."
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel. 01/40110/4432
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0003