Neue Schau im Erinnerungsbunker im Arne-Karlsson Park

Wien (OTS) - "Durch die Dunkelheit und zurück" führt die Dauerausstellung, die im Erinnerungsbunker im Arne Karlsson-Park zu sehen ist. Die Ausstellung konfrontiert die Besucher mit den Naziverbrechen und den Folgen für die Zivilbevölkerung. Die 2005 erstmals gezeigte Schau wurde am Dienstag wiedereröffnet, gemeinsam mit einer Fotoausstellung von Harry Weber mit Bildern aus den Fünfzigerjahren, die für den Bunker konzipiert wurde. Die Eröffnung nahmen Nationalratspräsidentin Mag. Barbara Prammer und Bezirksvorsteherin Martina Malyar vor. Den vor kurzem verstorbenen Harry Weber und sein Werk würdigte der frühere Wiener Kulturstadtrat Dr. Peter Marboe.

Für den Tiefbunker, der im Krieg als Luftschutzraum diente, wurde 2005 im Rahmen des Gedenkjahres von der Pädagogischen Akademie des Bundes in Wien in Kooperation mit dem Bezirksmuseum Alsergrund, SchülerInnen des Erich-Fried-Gymnasiums und Kunstschaffenden der Künstlerischen Volkshochschule/wiener kunst schule das Konzept zum "Erinnerungsbunker" entwickelt. Die Ausstellung, die heuer in weiter entwickelter Form bis November gezeigt wird, thematisiert anhand des Original-Schauplatzes und verschiedener Objekte die Verbrechen des Nationalsozialismus und legt dabei einen besonderen Focus auf das individuelle Leid der Zivilbevölkerung und die Zeit auf dem Alsergrund. Das Konzept sieht vor, dass Schüler andere Schüler oder Besucher durch die Ausstellung führen. Die Besucher betreten die "dunklen Jahre", die sie tief in den Bunker hineinführen, sie erleben den Zusammenbruch der Demokratie, die Grausamkeiten des Krieges, die Befreiung und die Zeit der Amerikaner am Alsergrund, schließlich führt sie der Weg wieder nach draußen ans Licht, vorbei an der Unterzeichnung des Staatsvertrages und am Beitritt Österreichs zur EU.

Harry Weber, Beruf: Fotochronist

Eine Sonderausstellung im Bunker zeigt einen Teil von Harry Webers fotografischem Vermächtnis. Es sind vor allem vor allem Bilder aus den Fünzigerjahren zu sehen , als Weber beim Nachrichtenmagazin Stern tätig war: Motive einer zerstörten Stadt und des Wiederaufbaues, der wiederkehrenden Normalität und kleinen Freuden des Alltages, Dokumente von der Wiedereröffnung von Burg und Oper, von Heimkehrern, vom Staatsvertrag , vom Aufstand in Ungarn 1956 . Harry Weber, einer der hervorragendsten Vertreter des österreichischen Fotojournalismus, hat für diese Ausstellung noch mit Kindern des Erich Fried-Realgymnasiums gearbeitet, am 10. April dieses Jahres ist er gestorben und konnte damit die Eröffnung seiner Ausstellung nicht mehr erleben.

Führungen für Schulklassen

Für Schulklassen, vorzugsweise für SchülerInnen von 12 bis 18 Jahren, werden Führungen durch den Erinnerungsbunker angeboten, wobei die Klassen eben von Schülern geführt werden, die in "ihrer Sprache" von der Zeit ihrer Urgroßeltern berichten. In den Monaten Mai und Juni ist der Bunker jeweils Mittwoch von 9 bis 11 Uhr geöffnet, ansonsten können sich Besucher an geplante Führungen anschließen.

o Kontakte und Anmeldung: E-Mail: erinnerungsbunker@gmx.info Tel.: 0699/11 99 08 23

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