ARBÖ: Schon 72 Prozent aller neuen Diesel-PKW mit Partikelfilter

Vor drei Jahren waren es erst 7,1 Prozent - Achtung: Bonus gibt's nur mehr bis Ende Juni

Wien (OTS) - Schon 72 Prozent aller in Österreich neu gekauften Dieselfahrzeuge haben einen Partikelfilter, das zeigen die Zahlen von EurotaxGlass's für's erste Quartal 2007. "Vor drei Jahren waren es erst 7,1 Prozent. Diese sensationelle Entwicklung beweist, wie umweltbewusst Österreichs Autofahrerinnen und Autofahrer einkaufen, wenn der Markt entsprechende Modelle anbietet und die Politik Anreize setzt", stellt der ARBÖ fest.

Wer demnächst den Kauf eines neuen Diesel-PKW mit Partikelfilter überlegt, sollte sich beeilen: Denn in sieben Wochen (also Ende Juni) läuft der "Bonus" aus, während der "Malus" für partikelfilterlose Neufahrzeuge bleibt. Der "Bonus" kann bis zu 300 Euro ausmachen. Er reduziert die Normverbrauchssteuer (NoVA), die man nur einmal im Autoleben zahlen muss.

45.998 neue Diesel-PKW wurden zwischen Jänner und März 2007 in Österreich gekauft. Davon waren 33.235 - oder 72 Prozent - mit und 12.863 - oder 28 Prozent - ohne Dieselpartikelfilter ausgestattet. Bei den "kleineren" Fahrzeugen unter 80 kW lag der Anteil bei 59 Prozent, bei den "großen" bei 82 Prozent.

Der aktuelle hohe Anteil der Diesel-PKW mit Partikelfilter zeigt auch, wie sehr sich die Automarktexperten im Jahr 2004 geirrt hatten, die für ganz Westeuropa - und damit auch für Österreich - für 2007 lediglich mit einem Anteil von 38 Prozent gerechnet haben. Die jetzigen 72 Prozent wurden erst für 2011 erwartet und hierzulande also um vier Jahre früher erreicht.

Fazit des ARBÖ: "Wenn Industrie und Politik entsprechend zusammenspielen, kann man für die Umwelt viel erreichen." Um den Umstieg auf CO2arme Fahrzeuge zu beschleunigen, schlägt der ARBÖ daher vor, für neu gekaufte Fahrzeuge mit einem CO2-Verbrauch von unter 140 Gramm pro Kilometer, die Normverbrauchsabgabe völlig abzuschaffen. Zusätzlich tritt der ARBÖ für eine Verschrottungsprämie für über 15 Jahre alte "Krax'n" ein (Euro 0), die 16 Mal mehr CO, 31 Mal mehr NOx und 18 Mal mehr HC ausstoßen, als neu gekaufte Fahrzeuge. Geld dafür gibt es genug. Allein die geplante Mineralölsteuer soll dem Staat Jahr für Jahr 528 Millionen Euro ZUSÄTZLICH an Steuern einspielen (Mineralölsteuer 440 Millionen plus 88 Millionen Mehrwertsteuer).

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