Frauenberger: Mit der Jugend in Kommunikation treten!

Stadträtin diskutierte im "loop" mit Jugendlichen über Frauen- und Integrationspolitik

Wien (SPW) - "Je mehr Partizipation es von jungen Menschen gibt, desto mehr werden wir in Zukunft weiterbringen", bekräftigte Frauen-und Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger am Dienstag im Rahmen der fünften "loop-Session", einem regelmäßig stattfindenden "jugendtauglichen Polittalk", organisiert von der SPÖ-Nationalratsabgeordneten Laura Rudas und den Jungen Roten. "In Kommunikation zu treten mit der Jugend ist mir ganz, ganz wichtig, denn wenn wir Wählen ab 16 fordern, liegt es in unserer Verantwortung als PolitikerInnen auch die entsprechende Aufklärungsarbeit zu leisten", so Frauenberger, die sich nicht nur den Fragen des Journalisten Matthias Euler-Rolle stellte, sondern auch der Diskussion mit den zahlreich erschienen jungen Gästen. Jene, die nicht kommen konnten, hatten die Möglichkeit, die Diskussion via Live Stream auf www.jungerote.at mitzuverfolgen. "Für mich ist dieser Abend ein wunderschöner Beweis, dass die Jugend keineswegs politikverdrossen ist", freute sich die Stadträtin und gratulierte Laura Rudas: "Ein wirklich gelungener Abend!"****

Im Gespräch mit Matthias Euler-Rolle zog Frauenberger Bilanz über ihr Engagement für Frauenfragen, das sie seit ihren Anfängen in der Politik begleitet. Im Bereich der Gleichstellung sei natürlich einiges weitergegangen, bestätigte die Stadträtin und wies etwa auf die Quotenregelung hin, die sie als "wichtiges Instrument für eine ausgewogene Teilhabe von Frauen und Männern" bezeichnete. Man dürfe aber keineswegs nachlassen, so Frauenberger, denn: "In der Frauenpolitik bedeutet Stillstand Rückschritt!" Nach den letzten sieben Jahren müsse man "auf verbrannter Erde neu anfangen und wieder Politik für Frauen machen", indem man gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben schafft. "Halbe-Halbe ist zwar retro, aber immer noch angesagt!", unterstrich die Frauenpolitikerin: "Gleichstellungspolitik ist ein Dauerprogramm, und um veraltete Rollenbilder aufzubrechen, bedarf es noch viel an gesellschaftspolitischer Arbeit!" In Österreich sei es leider häufig immer noch der Fall, dass frau als "Rabenmutter" verurteilt werde, wenn sie einen raschen Wiedereinstieg in den Beruf anstrebe, so die Stadträtin, die dies aus eigener Erfahrung kennt: "Wir müssen ein Umdenken dahingehend erreichen, dass ein Kindergarten keine Aufbewahrungsstätte, sondern eine Bildungseinrichtung ist!"

Angesprochen auf ihr zweites, großes Ressort - Integration - betonte Frauenberger: "Es gibt natürlich kein Patentrezept für funktionierende Integration, aber in Wien haben wir einen großen Topf an Maßnahmen, die bisher sehr erfolgreich waren!" Dass Dialog der Schlüssel zur Integration sei, wisse man in Wien schon lange und biete deshalb im Rahmen der Sprachoffensive ein breites Spektrum an Deutschkursen an, wie etwa "Mama lernt Deutsch" oder das neue Programm "Ein echter Wiener geht nicht unter", bei dem junge Türkinnen im Sommer gleichzeitig schwimmen und Deutsch lernen können. "Ich möchte Probleme nicht schönreden. Viele Menschen haben Ängste und damit dürfen wir sie natürlich nicht alleine lassen. Wir müssen uns aber auch bewusst sein, dass viele so genannte Integrationsprobleme in Wahrheit soziale Probleme sind!", bekräftigte die Stadträtin. Hier gelte es Grätzelarbeit zu betreiben und Zuwanderungspolitik transparent und nachvollziehbar zu gestalten. Zudem müsse man interkulturelle Kompetenz als eine wichtige Ressource erkennen, und auch am Arbeitsmarkt dementsprechende Maßnahmen setzen, um soziale Mobilität zu ermöglichen. "Ich habe mir mit meiner Integrationspolitik sicherlich auch Feinde gemacht. Aber wenn mir seitens der FPÖ suggeriert wird, ich gehöre abgelöst, dann weiß ich, dass ich es richtig mache. Denn Integration darf und soll niemals Assimilation bedeuten!", so Frauenberger abschließend. (Schluss) lk

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