Landjugend unterstützt Kdolskys Anti-Jugendalkoholismus-Initiative

Seit Jahren jugendgerechte Kampagnen gegen 'cooles Image' von Alkohol

Wien (AIZ) - Die Landjugend - mit 90.000 Mitgliedern Österreichs größte Jugendorganisation im ländlichen Raum - unterstützt die Bemühungen von Bundesministerin Andrea Kdolsky im Kampf gegen den Jugendalkoholismus. "Wir kennen das Problem des übermäßigen Alkoholkonsums, der gerade bei Jugendlichen aus dem ländlichen Raum immer wieder tödlich endet. Ich erinnere dabei an die traurig-berüchtigten Discofahrten. Gerade deswegen setzen wir uns seit Jahren für ein österreichweit einheitliches Jugendgesetz ein und führen jugendgerechte Kampagnen gegen das 'coole Image' von Alkohol durch", so Johannes Kessel, Bundesleiter der Landjugend Österreich.

"Wir machen den Umgang mit Alkohol seit Jahren bewusst zum Thema unserer Jugendarbeit, weil dieser Missbrauch in Österreich immer noch generell verharmlost wird und es Jugendlichen auch zu einfach gemacht wird, an Hochprozentiges heranzukommen", so der Bundesleiter der Jugendorganisation. Die Landjugend begrüßt daher die aktuelle Harmonisierungsdebatte bei den Jugendschutzbestimmungen - verbunden mit strengeren Kontrollen - und auch den Vorschlag, farbliche Ausweise für Jugendliche einzuführen.

"Die Landjugend setzt seit einiger Zeit ein ähnliches System wie Gesundheits- und Jugendministerin Kdolsky mit farblich unterschiedlichen Armbändern ein", erzählt Daniela Marold, Bundesleiterin der Landjugend Österreich. Seit zwei Jahren verteilt die Landjugend bei Veranstaltungen in Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol diese Kontrollbänder in unterschiedlichen Farben, die die Jugendlichen nach Vorweis eines Ausweises erhalten. Die Bänder weisen die Jugendlichen altersmäßig aus: unter 16 Jahre (absolutes Alkoholverbot), 16 bis 18 Jahre und volljährig. Die Aktion kommt bei den Jugendlichen gut an - die Bänder machen nicht nur aufmerksam auf die Problematik, sondern sind zurzeit besonders "in".

Mehr alkoholfreie Getränke billiger anbieten

"Die Landjugend Österreich sucht bewusst das Gespräch mit Veranstaltern von Landjugend-Festen und versucht, sie gezielt dazu zu bringen, alkoholfreie Getränke billiger anzubieten und vor allem auf die heimtückischen Alkopops oder süßen Mischgetränke grundsätzlich zu verzichten", erklärt Marold. Darüber hinaus lässt die Landjugend selbst auch immer öfter den Ausschank von alkoholischen Getränken bei Veranstaltungen und Festen komplett weg - in nächster Zeit etwa beim Landestag der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend am 06.06.2007.

Weg vom Image, dass "Saufen" cool ist

"Wir wissen, dass Verbote und Gebote immer nur Teil einer größeren Bewusstseinskampagne sein können, die Jugendliche über die verheerenden Folgen von Jugendalkoholismus aufklären. Vor allem müssen wir weg von dem Image, dass 'Saufen' cool ist. Übermäßiger Alkoholkonsum kann töten, das ist die bittere Wahrheit, und dagegen wollen wir in der Sprache der Jugend und mit jugendgemäßen Maßnahmenpaketen auch konsequent ankämpfen", kündigt der Bundesvorstand weitere Projekte im Rahmen der Landjugend-Arbeit an.

Die Landjugend Österreich ist mit rund 90.000 Mitgliedern die größte Jugendorganisation des ländlichen Raumes. Ihr Fokus liegt auf der Weiterbildung ihrer Mitglieder. Sie betreut unter anderem seit 2005 den EU-weit anerkannten Lehrgang "aufZAQ", eine Ausbildung im jugend- und freizeitpädagogischen Bereich, und bietet als einzige Stelle in Österreich landwirtschaftliche Fachpraktika im Ausland an. 2007 widmet sich die Landjugend im Speziellen den Themenschwerpunkten "faireEnergie" und "faireGesellschaft".
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