Kroatischer Präsident Stjepan Mesic besucht das Parlament Prammer: Österreich unterstützt Kroatien auf dem Weg in die EU

Wien (PK) - Kroatischer Präsident Stjepan Mesic besucht das Parlament Prammer: Österreich unterstützt Kroatien auf dem Weg in die EU

Die bilateralen Beziehungen, Kroatiens Weg in die EU,
aber auch die Lage am Westbalkan waren heute die zentralen Themen eines Gesprächs im Parlament zwischen dem kroatischen Staatspräsidenten Stjepan Mesic und Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. Beide Seiten betonten, zwischen Wien und Zagreb gebe es keinerlei offene Fragen. Mesic dankte Österreich für die Unterstützung Kroatiens nach dem Zusammenbruch Jugoslawiens und warb für verstärkte wirtschaftliche Kooperation. Sein Land brauche heute keine humanitäre Hilfe mehr, sondern Partner, die bereit sind, in Kroatien zu investieren, meinte er. Mesic hob in diesem Zusammenhang auch die Zusammenarbeit mit den österreichischen Justizbehörden bei der Bekämpfung der Korruption hervor.

Was den Weg Kroatiens in die EU betrifft, rechnete Mesic damit, dass Zagreb bis 2009 alle Beitrittskapitel abgeschlossen und damit die Standards für eine Mitgliedschaft erfüllt haben werde. Kroatien flüchte mit seinem Beitritt aber nicht aus der Region, sondern wünsche, dass der gesamte Westbalkan seinen Weg in die EU findet, betonte er. Mesic betrachtete es als positiv, dass sich sämtliche Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien heute in Richtung Europäische Union orientieren. Ein Beitritt Kroatiens würde der ganzen Region zeigen, dass es sich rechnet, die EU-Standards zu erfüllen, war er sich sicher.

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer versicherte, Österreich werde alles tun, um Kroatiens Heranführungsprozess an die EU zu unterstützen. Sie unterstrich ferner die Beutung der EU-Perspektive für die übrigen Staaten des Westbalkan und war sich mit Mesic einig in der Beurteilung der Lage im Kosovo und der vorrangigen Bedeutung der Lösung der Statusfrage.

Den parlamentarischen Austausch mit Kroatien sah Prammer als fruchtbringend, wobei sie insbesondere die gemeinsamen Bemühungen beim Ausbau der parlamentarischen Kontrolle ansprach und verstärkte Kontakte etwa auf der Ebene des Rechnungshofausschusses und des Volksanwaltschaftsausschusses anregte.

Abgeordnete Terezija Stoisits (G), die ebenso wie die Bundesrätin Monika Mühlwerth (F) an dem Gespräch teilnahm, unterstützte ebenfalls mit Nachdruck einen Beitritt Kroatiens zur EU. Sie äußerte ihre Überzeugung, dass Zagreb schon bald Mitglied der Union sein werde, und meinte, dies sei "gut für uns alle". (Schluss)

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