Transporteure: Mauterhöhung trifft heimischen Wirtschaftsverkehr schwer

Glisic: "Transitverkehr mit 10 Prozent nur eine marginale Größe"

Wien (PWK348) - "Die in Aussicht genommene Mauterhöhung ist für uns völlig unakzeptabel", analysiert der Obmann des Fachverbandes Güterbeförderung in der WKÖ, Ing. Nikolaus Glisic, die neue Situation. Der Wirtschaftsstandort Österreich wird durch eine Maut von 32,4 Cent pro Kilometer - für einen 40 Tonner - nachhaltig beschädigt. Im Vergleich dazu beträgt die Maut in Deutschland 12 Cent, in Italien 9-11 Cent und Tschechien 15 Cent. Mit dieser Entscheidung wird vor allem der österreichische Wirtschaftsverkehr betroffen. Der Transitverkehr ist im Vergleich dazu mit 10 Prozent eine marginale Größe.

Glisic: "Für uns sind maximal 4 Cent für einen 40 Tonner akzeptabel. Der Fachverband hat schon vor Wochen um einen Aussprachetermin bei Finanzminister und Vizekanzler Wilhelm Molterer gebeten. Leider ist bis heute kein Termin zustande gekommen".

Bereits am kommenden Mittwoch Nachmittag empfängt Verkehrsminister Werner Faymann die Spitze der österreichischen Transporteure zu einem schon vor längerer Zeit vereinbarten Gespräch. "Wir fordern die Absenkung der Kraftfahrzeugsteuer auf ein europäisches Mittelmaß. Das sind ca. 900 Euro, gegenüber der im Regierungsübereinkommen festgehaltenen Absenkung der gegenwärtig 2960 Euro auf die Hälfte, als nur ca. 1.500 Euro", hält Glisic fest.

Die österreichischen Transporteure sind die Inkassanten der Maut und müssen sie daher vorfinanzieren, was neuerlich zu Liquiditätsengpässen bei zahlreichen Unternehmen führen wird. Glisic abschließend: "Wir werden die neue Situation umgehend beraten und danach die weitere Vorgangsweise abstimmen." (hp)

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