Schaunig und Schantl: Kostenlose HPV-Impfung gefordert

Gesundheitsministerin Kdolsky soll Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs verursachende HPV-Viren schnellstmöglich in Kinderimpfprogramm aufnehmen

Klagenfurt (SP-KTN) - Wie schon in der Sitzung der Bundesgesundheitskommission vergangenen Freitag mit der Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (S) besprochen, fordert auch Kärntens Gesundheitsreferent LR Wolfgang Schantl Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky dazu auf, im Interesse der Gesundheit aller Frauen eine österreichweite Lösung für eine Impfung zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs schnellstmöglich auszuarbeiten.

"Gebärmutterhalskrebs ist nach wie vor die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Da es eine hochwirksame Impfung gegen die verursachenden HPV-Viren gibt,ist es dringend notwendig, diese bereits im Kindesalter möglichst vielen Mädchen anzubieten, um so auch eine möglichst hohe Durchimpfungsrate zu erreichen", fordert auch LHStv. Gaby Schaunig.

Zwar sei es für Frauen auch weiterhin wichtig, entsprechende Vorsorgeuntersuchungen mit einem Krebs-Abstrich durchzuführen, doch biete die HPV-Impfung die Chance, die Zahl der Gebärmutterhalskrebserkrankungen weiter deutlich zu reduzieren, so Schantl: "Selbst der oberste Sanitätsrat empfiehlt die Aufnahme der HPV-Impfung gegen die Human Papilloma-Viren in das Kinderimpfprogramm." Zur Zeit seien vor allem die hohen Kosten dieser Impfung von derzeit über 160 Euro für viele Frauen und Mütter ein zu großes Hindernis.

Deswegen sprechen sich Schaunig und Schantl wie auch Wehsely für eine wie im österreichischen Impfkonzept übliche Drittelfinanzierung aus, wobei zwei Drittel der Bund übernehmen und das restliche Drittel zwischen Land und Sozialversicherung aufgeteilt werden soll.

"Zu sagen, das Geld dafür sei nicht vorhanden, ist angesichts von 180 Frauen, die jährlich an Gebärmutterhalskrebs sterben, einfach unverantwortlich", kritisieren Schaunig und Schantl die Gesundheitsministerin.

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