GPA-DJP Katzian: Handelsangestellte haben Recht auf Sonntagsruhe

'Sonntagsrebellen' sollen Arbeitsbedingungen im Handel verbessern

Wien (GPA-DJP/ÖGB) - "Die so genannten 'Sonntagsrebellen' sind
zwar nun verurteilt, wollen aber nicht aufgeben. Die GPA-DJP fordert sie auf, endlich an die Handelsangestellten zu denken, die in ihren Betrieben tätig sind und deren Arbeitsbedingungen zu verbessern", kommentierte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier, Wolfgang Katzian, die Urteile des Wiener Handelsgerichts wegen Offenhaltens am Sonntag. ++++

Obwohl die Besitzer der Geschäftslokale, die wegen Verstoßes gegen die Ladenöffnungszeiten im vergangenen Advent nun vom Handelsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt wurden, zeigen sie sich laut Medienberichten immer noch uneinsichtig und wollen weiterhin für die Sonntagsöffnung streiten.

"Uns geht es nicht um die Strafen, sondern um die Arbeitsbedingungen der Handelsangestellten. Der Sonntag soll der Erholung dienen", sagte Katzian. "Wir fordern einen gewissen 'Zeitwohlstand' auch für die Handelsangestellten und wehren uns gegen die schleichende Durchsetzung einer neuen Dienstbotengesellschaft", so Katzian weiter.

"Die Missachtung von Rechten durch einzelne Kaufleute im letzten Advent wurden damals ungerechtfertigt verherrlicht. Die Verurteilung zeigt, dass hier Recht gebrochen und nicht einfach ein Kavaliersdelikt begangen wurde", betont Katzian. "Wenn Kaufleute versuchen, ihre Umsätze auf Kosten der Konkurrenz auszuweiten, so geht das zu Lasten der Angestellten. Die Arbeitsbedingungen und Beschäftigungschancen der Handelsangestellten spielen dabei eine so untergeordnete Rolle, dass sie in den Diskussionen der Unternehmer nicht einmal Erwähnung finden", kritisiert Katzian.

"In der Handelsbranche liegt noch immer zu vieles im Argen. Laufend werden Betriebsratsgründungen verhindert, wir arbeiten weiter für die Rechte der Angestellten im Handel", so Katzian abschließend.

ÖGB, 7. Mai 2007
Nr. 301

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