ÖSTERREICH: Frauenministerin Bures will Lehrlingsförderung umbauen

Bonus für traditionelle Mädchen-Berufe wie Frisörinnen und Verkäuferinnen streichen

Wien (OTS) - Frauenministerin Doris Bures (SPÖ) lässt mit einer Beschäftigungs-Offensive für Mädchen gegenüber der Tageszeitung ÖSTERREICH (Montag-Ausgabe) aufhorchen: Sie will den Blum-Bonus in voller Höhe nur gewähren, wenn es sich um "nicht-traditionelle" Lehrberufe für Mädchen handelt. Ein Betrieb soll demnach kein Anrecht auf die finanzielle Förderung haben, wenn dieser junge Frauen als Frisörinnen, Verkäuferinnen oder Sekretärinnen ausbildet. "Es versteht niemand, warum man mit öffentlichen Mitteln Lehrstellen mit schlechten Zukunftsaussichten fördern sollte", argumentiert Bures ihren Vorschlag gegenüber ÖSTERREICH.

Die halbe Förderung soll es für Zukunftsberufe ohne spezielle Mädchenförderung geben. Die Blum-Förderung wird eingestellt, wenn es sich um "Sackgassenberufe" handelt. Das betrifft nicht nur Mädchen, sondern auch Burschen: Lehrstellen im Tourismus sollen z.B. nicht mehr gefördert werden, da in dieser Branche auf eine Lehrstellensuchenden acht offene Lehrstellen kommen.

Das mit der Arbeiterkammer ausgearbeitete Modell werde bereits im Arbeitsmarktservice (AMS) diskutiert. Bures hofft, dass ihr Vorschlag "so bald als möglich umgesetzt wird".

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