ÖSTERREICH: Rabl-Stadler fordert mehr Budget für Festspiele

Vom neuen Budget sind auch Wiener Philharmoniker betroffen

Wien (OTS) - Nachdem die öffentlichen Subventionen für die Salzburger Festspiele auch für 2008 nicht erhöht werden, schlägt Präsidentin Helga Rabl-Stadler in der morgen erscheinenden Ausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH Alarm: "Das bedeutet für die Festspiele eine krisenhafte Situation! Denn mit der Subventionssumme von 1997 die Kosten von 2008 zu bestreiten, geht nicht."

Und Rabl-Stadler rechnet vor: "Wir haben noch 600.000 Euro vom Mozartjahr, die wir in das Budget 2008 stopfen können. Aber schon 2009 werden uns 1,2 Millionen fehlen, und 2010 werden es 1,9 Millionen sein."

Sollte es keine Erhöhung geben, würden die Festspiele "in ihren Grundfesten erschüttert", so Rabl-Stadler. "Aber will man wirklich, dass wir uns überlegen müssen, ob wir uns Beethovens ,Neunte’ noch leisten können, weil da zu viel Chor und zu viele teure Solisten sind?!"

Auch die Wiener Philharmoniker würde die Budgetmisere betreffen:
"Sie sind", so Rabl-Stadler, "das künstlerische Herz der Festspiele! Aber klarerweise könnte man sich die Wiener Philharmoniker nicht mehr mit allem leisten. Man müsste jedes ihrer Konzerte danach durchforsten, dass es eine möglichst kleine Besetzung hat und möglichst wenige Proben. Und das wäre doch katastrophal!"

Die Festspiel-Gagen betreffend, mahnt Rabl-Stadler: "Unser Gagen-Niveau ist in Zeiten der Event-Kultur fast nicht mehr wettbewerbsfähig. Man hört ja auch, dass St. Pölten die Künstler schon mit höheren Gagen lockt als Salzburg."

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICH
Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 2510, 2810 oder 2910
redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0002