Landesrat Ackerl: Bestehende Jugendschutzbestimmungen schärfstens exekutieren!

Bezirkshauptmannschaft Wels-Land soll Strafverfahren gegen am "Komatrinken" beteiligte Erwachsene einleiten

Linz (OTS) - Der für den Jugendschutz in Oberösterreich zuständige Landesrat Josef Ackerl äußert sich heute zu den Vorfällen in Wels-Land: "Ich fordere die Bezirkshauptmannschaft Wels-Land auf, die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes aufs Härteste zu exekutieren! In erster Linie ist dabei gegen jene Erwachsenen ein Strafverfahren einzuleiten, die den Mädchen den Zugang zum Alkohol ermöglicht haben!" Außerdem regt Ackerl an, der Staatsanwaltschaft eine Sachverhaltsdarstellung zukommen zu lassen, damit diese eine Anzeige gegen die Erwachsenen wegen fahrlässiger Körperverletzung prüfen kann.

In Oberösterreich dürfen Jugendliche unter 16 Jahren keinen, zwischen 16 und 18 Jahren keinen gebrannten Alkohol erwerben bzw. konsumieren. Das Jugendschutzgesetz sieht dabei auch harte Strafen - bis zu 7.000 Euro - für Erwachsene vor, die Jugendlichen den Zugang zu Alkohol ermöglichen, also solchen an sie abgeben. "Diese Bestimmungen müssten einerseits in den Lokalen und Geschäften von der Polizei stärker kontrolliert werden, die Handhabe dafür wäre gegeben!", meint Landesrat Josef Ackerl. "In Fällen wie dem vorliegenden darf es keinesfalls ausbleiben, dass auch und vor allem die beteiligten Erwachsenen die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen!" Die Notwendigkeit für eine Änderung der Jugendschutzkompetenzen oder ein noch strengeres Vorgehen gegen Jugendliche sieht Ackerl aber nur bedingt. "Harmonisierungen beim Jugendschutz - z.B. durch eine 15a-Vereinbarung - sind natürlich denkbar, wobei ich mir aber eine Änderung unserer ohnehin strengen Alkoholbestimmungen eher nicht vorstellen kann!", so Ackerl. Dem Thema Alkohol bzw. Drogenmissbrauch müsse anders begegnet werden. "Die Jugend zu verdammen, ohne das gesellschaftliche Tabuthema Alkohol und die sozialen Hintergründe für das Fehlverhalten mancher zu beleuchten, halte ich für den falschen Zugang!", so Ackerl. In erster Linie muss bei den Eltern mehr Bewusstseinsarbeit geleistet und mehr Verantwortung eingefordert werden, ebenso beim Handel. "Da sollte die Gesundheitsministerin aktiv werden und Änderungen im Bundesrecht, z.B. in der Gewerbeordnung oder im Strafrecht, erwirken!", schließt Ackerl.

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