Im weltweiten Durchschnitt zahlen Bankkunden 77 Euro pro Jahr für alltägliche Bankdienstleistungen, in der Euro-Zone 72 Euro

Wien (OTS) - Die durchschnittlichen jährlichen Kosten für alltägliche Bankdienstleistungen eines aktiven Kunden sind im Jahresverlauf global um 0,3% auf 77 Euro gesunken. Diese weltweite Stabilität birgt große Preisschwankungen zwischen den Regionen, von minus 2,9% in Asien-Pazifik bis plus 1,3% in der Nicht-Euro-Zone. Die Euro-Zone verzeichnete einen Rückgang von 1,8 Prozent auf 72 Euro. Rechnet man die massive Preissenkung in Spanien (minus 31 Prozent) heraus, hätte sich ein Anstieg von 1,9 Prozent ergeben. So das Ergebnis des vierten World Retail Banking Reports* der Unternehmensberatung Capgemini gemeinsam mit der ING Bank und EFMA, das am 25. April 2007 im Palais Ferstel vor 80 österreichischen Bankmanagern präsentiert wurde.

Preisstrategie zur Steuerung des Kundenverhaltens

Preistreiber in der Euro-Zone waren primär höhere Gebühren für Schaltertransaktionen, etwa der Preisanstieg um 7% bei Bareinzahlung oder 8% für Bargeldabhebung am Schalter. "Insgesamt gilt, dass Banken mit ihrer Preisstrategie die Interaktion mit den Kunden erhöhen und die Kunden in service- und kosteneffiziente Vertriebskanäle lenken wollen," erklärt Gregor Erasim, Sector Manager Financial Services bei Capgemini Österreich/Eastern Europe. "Die Kontoinhaber sollen verstärkt die kostengünstigeren alternativen Vertriebskanäle nutzen und die persönliche Beratung in der Filiale nur für höherwertige Dienstleistungen in Anspruch nehmen," so Erasim weiter.

Homogene Preisgestaltung in der Euro-Zone

Bankkunden in der Euro-Zone zahlen im Durchschnitt 72 Euro für Bankleistungen, das sind um 1,8% weniger als letztes Jahr. Die Preisniveaudifferenz für unterschiedliche Kundenprofile ist im Vergleich zu anderen Regionen gering. Das deutet auf eine homogene Preisgestaltung von Banken in der Euro-Zone hin. "Je gesättigter und umkämpfter ein Markt ist, umso geringer ist die Spannweite der Preise. Osteuropäische Länder beispielsweise mit weniger entwickelten Märkten aber mit höherem Potenzial weisen zwar ein geringeres Preislevel als die Euro-Länder aber deutlich größere Abweichungen für einzelne Kundenprofile auf," erklärt Bernadett Povazsai-Römhild, Banking Senior Consultant, Capgemini Österreich.

Verschiebung der Gebührenstruktur zugunsten des Zahlungsverkehrs

In der Euro-Zone entfällt etwas mehr als die Hälfte der Gesamtkosten auf den Zahlungsverkehr und ein Drittel auf die Kontoführung. Ähnlich verhält sich die Gebührenstruktur in Österreich. Anders in anderen Euro-Ländern: Deutschland, Italien und die Niederlande haben ein eher konto-orientiertes Modell mit 60% Kostenanteil, während spanische Banken im intensiven Kampf um Marktanteile "Null-Gebühr"-Kampagnen starteten und nur noch etwa 7% der Gebühren aus der Kontoführung, dafür über 80% aus dem Zahlungsverkehr einheben.

Entwicklung von transnationalen zu globalen Operating Models

Nur 6% der interviewten Retailbanken gaben an, bereits heute ein globales Operating Model zu haben. In fünf Jahren soll dieser Anteil bei einem Drittel liegen und weitere 42% streben ein zumindest hybrides Modell an. Am stärksten soll im Bereich der IT Systeme und Funktionen sowie des Managements globalisiert werden. Faktoren, die Banken zur Evaluierung und Transformation ihrer Operating Models veranlassen, sind neue Regulierungen, die laufende Änderung der Technologien und der Kundenbedürfnisse sowie die zunehmende Bankenmarktkonsolidierung.

Foto und Studie als PDF finden Sie unter www.at.capgemini.com/presse/pressemitteilungen/wrbr_2007

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