Marek bei Tourismustag: Tourismus wesentlicher Beschäftigungsmotor

Tourismus sowohl für Frauen als auch für Lehrlinge attraktiver Wirtschaftszweig

Wien (BMWA/OTS) - Als "wesentlichen Beschäftigungsmotor" bezeichnete Staatssekretärin Christine Marek im Rahmen des österreichischen Tourismustages in Werfenweng den Wirtschaftsfaktor Tourismus. Der Tourismus sei auch der größte Arbeitgeber der Welt, so Marek. Schließlich arbeite jeder 15. Arbeitnehmer weltweit im Tourismus. In Österreich beträgt der Anteil der im Tourismus Beschäftigten an den Gesamtbeschäftigten 5,1 Prozent (2006: rund 168.000 Personen - davon rund 66.500 Männer und rund 101.500 Frauen).

Gegenüber dem Vorjahr 2005 sei die Zahl der Beschäftigten im Tourismus um 2,7 Prozent (+ 4.393) gestiegen. "Damit lag der Tourismus erneut deutlich über der gesamtwirtschaftlichen Zuwachsrate von 1,7 Prozent", so Marek. Deutlicher werde der Zuwachs in einem noch größeren Zusammenhang: Von 1970 bis 2006 hat die Gesamtbeschäftigung um 36 Prozent zugenommen, im Tourismus jedoch um 113 Prozent. "Damit hat die österreichische Tourismuswirtschaft innerhalb der letzten 30 Jahre 90.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen", so Marek.

Auch die Zahl der Arbeitslosen im Tourismus gehe weiter zurück: Im Jahresdurchschnitt 2006 sank die Zahl der arbeitslos gemeldeten um 2,9 Prozent (-1.029). Bei den gemeldeten offenen Stellen konnte im Jahresdurchschnitt 2006 ein Plus von 20,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Allerdings berge der Tourismus auch zahlreiche Herausforderungen, wie den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften sowie das Image des Tourismus in der Arbeitswelt. Lange und unregelmäßige Arbeitszeiten sowie ein hoher Anteil an Hilfsarbeiterjobs seien die Gründe für die relativ hohe Fluktuation in der Tourismusbranche. Marek wies darauf hin, dass die im Regierungsprogramm festgeschriebene "qualitätsvolle Ganzjahresorientierung" in der Tourismuswirtschaft positive Effekte für den Arbeitsmarkt bringen solle.

Abschließend wies Marek auf die Bedeutung des Tourismus für Lehrlinge und Frauen im Speziellen. Schließlich sei sowohl für Lehrlinge als auch für Frauen die Tourismus- und Freizeitwirtschaft ein sehr attraktiver Wirtschaftszweig. Mit einem Anteil von 11,7 Prozent aller Lehrlinge zählt diese Sparte zu den wichtigsten Ausbildungsbranchen innerhalb der gesamten Wirtschaft. Darüber hinaus gibt es in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft eine Reihe von beachtlich positiven Punkten, was die Frauenbeschäftigung betrifft:
Im Tourismus haben die Frauen mit 30 Prozent den höchsten Anteil an den obersten Führungsebenen (Gewerbe: 20 Prozent, Handel: 14 Prozent). Im mittleren Management liegt der Anteil sogar bei 49 Prozent und damit ex aequo mit dem Handel.

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