Die Teilumsiedlung der Universität für Bodenkultur weiter umstritten

Wien (OTS) - Im Zusammenhang mit dem vom scheidenden Rektor Hubert Dürrstein seit Sommer 2005 an allen universitären Gremien vorbei geplanten Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT), das die Absiedelung von Teilen der BOKU aus Wien vorsieht, kam es in den letzten Tagen erneut zu massiven internen Unstimmigkeiten. Das nach dreimaligem Wechsel der Projektführung endlich vorgelegte Variantenkonzept für das UFT findet keine breite Zustimmung.

Vielmehr äußert die Reflexionsgruppe, die von der derzeitigen Projektleitung mit dem Auftrag Projektvarianten zu prüfen eingesetzt wurde, in ihrem jetzt dem Senat, Rektorat und Universitätsrat vorgelegten Zwischenbericht massive Bedenken und zeigt gravierende Mängel der Projektplanung auf. "Die Reflexionsgruppe hat einstimmig festgehalten, dass eine Empfehlung für eine der vier vorgeschlagenen Varianten zum jetzigen Zeitpunkt aus fachlicher Sicht nicht möglich ist," so Ilja Messner studentischer Vertreter in der Reflexiongruppe und ÖH-Boku Vorsitzender.

Am 11.5. wird der Universitätsrat zu seiner nächsten Sitzung zusammentreten, bei der er nicht nur über das UFT entscheiden, sondern auch die künftige Rektorin oder den künftigen Rektor der BOKU aus dem gereihten Dreiervorschlag des Senats auswählen soll. Obwohl keine offizielle Beschlusslage des Unirats existiert, wurde der Rahmenvertrag unter Ausschluss der Öffentlichkeit, sowie ohne Wissen der Universitätstangehörigen bereits letzte Woche unterzeichnet. Studierende, Senat und die eigens zur Reflexion eingesetzte Arbeitsgruppe hatten sich zuvor für eine Verlängerung der Entscheidungsfrist ausgesprochen.

"Der Verbleib der Lehre in Wien muss gewährleistet werden, denn Studierende dürfen nicht zum Pendeln zwischen den Standorten in Wien und Tulln gezwungen werden," so Margarethe Staudner stellvertretende Vorsitzende der ÖH-BOKU.

"Studierende, Angehörige der Universität, dürfen nicht zur verschiebbaren Ressource degradiert werden! Der Entwicklungsprozess einer Universität muss partizipativ gestaltet werden", schließt Anna Koll stellvertretende Vorsitzende der ÖH-BOKU.

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