RSO Wien im Mai: Konzerte in Graz und bei den Wiener Festwochen

Wien (OTS) - Im Mai gastiert das RSO Wien im Grazer Musikverein
mit Werken von Haydn, Kodály und Rachmaninoff (7./8.5.), im Rahmen der Wiener Festwochen spielt das Orchester Honegger, de Falla, Dutilleux und Debussy (15.5.). Strawinskys "Le sacre du printemps" steht im RadioKulturhaus (22.5.) auf dem Programm und neben zwei österreichischen Erstaufführungen von Werken von Lindberg und Martinsson auch im Wiener Musikverein (24.5.)

Gabriel Feltz, Chefdirigent der Stuttgarter Philharmoniker, hat für seine Konzerte mit dem RSO Wien im Grazer Musikverein am 7. und 8. Mai (Beginn: jeweils 19.45 Uhr) ein kulinarisches Programm zusammengestellt: Haydns Symphonie in C-Dur "Il Distratto", ursprünglich als Bühnenmusik konzipiert mit vielen volksnahen Melodien und einer Fülle von musikalischen Witzen, danach Zoltán Kodálys "Tänze aus Galanta" und Rachmaninoffs 2. Symphonie. Im ungarischen Galanta, einer kleinen Marktstadt nahe der österreichischen Grenze ist Kodály als Sohn des Bahnhofsvorstehers aufgewachsen, umgeben von Volksliedern und Zigeunerkapellen. Später ist er dann mit Béla Bartók durch die Lande gezogen, bewaffnet mit einem primitiven "Phonographen" und einem Notenbuch. Mehr als 3500 Melodien wurden bei diesen Reisen gesammelt, die Volkskultur eines Landes festgehalten und dokumentiert. Auch als Lehrer animierte Kodály seine Studenten, sich mit der Kultur ihres Landes als Basis für ihre Kompositionen zu beschäftigen. Seine Erziehungsmethode, aufgebaut auf Lieder- und Tanzschemen, hat Generationen von ungarischen Kindern eine der besten musikalischen Ausbildungen beschert.

Chefdirigent Bertrand de Billy dirigiert im Rahmen der Wiener Festwochen am 15. Mai im Wiener Konzerthaus (Beginn: 19.30 Uhr) ein sorgfältig zusammengestelltes Programm mit französischer und französisch beeinflusster Musik. Wie jedes Jahr steht ein Werk von Henri Dutilleux auf dem Programm - heuer: "Métaboles" -, kombiniert mit Debussys "Trois Nocturnes", dazu die "Nächte in spanischen Gärten" von Manuel de Falla, Musik, die dem französischen Impressionismus verpflichtet ist, und Arthur Honeggers "Pacific 231". "Ich liebe Lokomotiven so, wie andere Frauen oder Pferde lieben", meinte der Komponist und setzte der berühmten Dampflokomotive, die über den amerikanischen Kontinent fuhr, ein Denkmal. In Ö1 ist der Konzertmitschnitt am 20. Mai ab 19.30 Uhr zu hören.

In der "Klassischen Verführung" geht es diesmal um Igor Strawinskys "Le sacre du printemps" - dargeboten vom RSO Wien unter Chefdirigent Bertrand de Billy, Moderator ist Wilhelm Sinkovicz. Die "Klassische Verführung" am 22. Mai im RadioKulturhaus beginnt um 19.30 Uhr. In Kooperation mit dem Wiener Stadtschulrat findet am Vormittag (11.00 Uhr) auch eine Schülervorführung statt.

Strawinskys "Le sacre du printemps" steht auch auf dem Programm eines RSO-Konzertes im Wiener Musikverein am 24. Mai, Beginn: 19.30 Uhr. Weiters spielt das Orchester an diesem Abend Joseph Haydns Symphonie C-Dur "Il Distratto" und zwei österreichische Erstaufführungen: Rolf Martinssons "Fairlight", Konzert für Posaune und Orchester (2004), und Christian Lindbergs "Arabenne" für Posaune und Streicher (1996/1997). Der Komponist ist an diesem Abend auch als Solist zu erleben - Lindberg ist der erste Posaunist, der als Solist Karriere machte -, es dirigiert Bertrand de Billy. Details zum Konzertprogramm des RSO Wien sind abrufbar unter:
http://rso-wien.ORF.at (ih)

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