PRÖLL zu UN - Klimabericht: Jetzt auch auf globaler Ebene konsequent handeln

Neuer Teil des UN - Klimaberichts zeigt realistische Wege gegen die Klimakatastrophe

Wien (OTS) - Der jetzt vorgelegte UN - Klimabericht sagt deutlich, dass eine Klimakatastrophe verhindert werden kann, aber ebenso deutlich, dass dafür ab sofort global gehandelt werden muss. Es ist daher notwendig, dass die UNO jetzt auch entsprechende Schritte zur globalen Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen setzt. Die nächste Woche stattfindende Tagung in New York der "Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD)" ist dazu eine wichtige Plattform um dieses, weltweite Engagement gegen die Klimakatastrophe einzufordern, sagte Umweltminister Josef Pröll in einer ersten Reaktion auf den heute veröffentlichten UN - Klimabericht.

Als überaus positiv an dem UN - Bericht ist zu werten, dass die involvierten WissenschafterInnen nicht nur globale Szenarien aufzeigen, sondern sich konkret mit Maßnahmen und Empfehlungen auseinandergesetzt haben, die eine Begrenzung des Klimawandels ermöglichen sollen. Mit diesen Vorschlägen müssen sich nicht nur jeder Staat und die Wirtschaftsgemeinschaften auseinandersetzen. Es muss gelingen, auf globaler Ebene Übereinkünfte zu finden, wie etwa die Energieversorgung, der Verkehr, die Industrie oder die Landwirtschaft ausgerichtet werden müssen, um den Klimawandel im beherrschbaren Rahmen zu halten. Neben den internationalen Organisationen wie die WTO wäre es notwendig, dass sich auch der Weltsicherheitsrat im Sinne der vorbeugenden Abwehr von globalen Katastrophen intensiv mit dem Thema beschäftigen würde. Beachtenswert ist auch der Appell der WissenschafterInnen an jeden Einzelnen, durch Änderungen im Lebensstil einen Beitrag zu liefern, sagte Pröll

Die neue österreichische Klimastrategie hat viele der Vorschläge des UN - Klimaberichts bereits thematisiert. Die bereits gesetzten Maßnahmen und insbesondere die neuen Möglichkeiten des Energie- und Klimafonds werden Österreich in die Lage versetzen, sein Kyoto Ziel zu erreichen. Dennoch werden wir die neuen Vorschläge der WissenschafterInnen aufgreifen und mit allen Beteiligten in Österreich auf Umsetzungsmöglichkeiten abklopfen. Auf EU - Ebene ist es notwendig, die aufgezeigten Möglichkeiten ebenfalls zu evaluieren und umzusetzen wie etwa sparsamere Flugzeuge, Biotreibstoffe einer neuen Generation und Hybridfahrzeuge mit deutlich besseren Batterien zu produzieren. Die dazu notwendigen Forschungsmittel im Umwelttechnologiebereich müssen in Österreich und auf europäischer Ebene dafür zur Verfügung stehen.

Keine Zustimmung kann der von den internationalen WissenschafterInnen gesehene Beitrag der Atomenergie zum Klimaschutz finden. "Ich werde die CSD - Tagung in New York auch dazu nützen unsere Anti - Atom - Initiative auf dieser internationalen Bühne zu präsentieren und mit Nachdruck zu vertreten. Atomenergie ist kein Beitrag zur nachhaltigen Energiegewinnung", schloss Pröll.

Rückfragen & Kontakt:

Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MLA0003