Mehr Mittel für erneuerbare Energien durch neuen Energiefonds

Dachverband Energie-Klima begrüßt Beschluss zum Klima- und Energiefondsgesetz - Obmann Kanduth urgiert effiziente Gesetze für Investoren

Wien (PWK338) - Der Dachverband Energie-Klima in der Wirtschaftskammer Österreich begrüßt die Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien durch Mittel aus dem neuen Klima- und Energiefonds. Wärme und Strom aus erneuerbarer Energie brauchen aber zusätzlich zur Technologieförderung verbindliche Rahmenbedingungen, hält der Obmann des Dachverbandes, Robert Kanduth, fest.

Die Einrichtung eines Klima- und Energiefonds sei ein wertvolles Instrument, um Technologieführerschaften im Bereich Erneuerbare Energien absichern zu können und den Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch so kostengünstig wie möglich zu steigern. Die Unterstützung für die Marktdurchdringung und Implementierung neuer Technologien sei gleich bedeutend wie die Förderung von Forschung und Entwicklung. Dies kann durch die beiden unterschiedlich ausgerichteten Abwicklungsstellen gewährleistet werden, betont Kanduth.

Wie berichtet, sollen Mittel in Höhe von 500 Millionen Euro zur kostengünstigen Erreichung der im Regierungsprogramm festgelegten Ziele - Verdoppelung des Anteils der erneuerbaren Energie am Gesamtenergieverbrauch von fast 23 auf 45 Prozent, Verbesserung der Energieeffizienz und Senkung der Energieintensität um 20 Prozent bis 2020 - bereitgestellt werden. Da das Gesetz bereits mit 1. Juli 2007 in Kraft tritt, können die Abwicklungsstellen Forschungsförderungsgesellschaft und Kommunalkredit Public Consulting noch heuer 50 Millionen Euro ausschütten. In den Jahren 2007 bis 2010 sollen jeweils 150 Millionen Euro bereitgestellt werden.

"Wenn Österreich in den nächsten Jahren die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten tatsächlich verringern und den Anteil der erneuerbaren Energie verdoppeln will, brauchen wir effiziente Gesetze, die den Einsatz von Wärme und Strom aus erneuerbarer Energie wirtschaftlich interessant machen. Eine Novelle des Ökostromgesetzes und ein verbindlicher fördernder Rechtsrahmen für den Wärmesektor sind für interessierte Investoren dazu eine notwendige Voraussetzung", unterstreicht Kanduth. Investoren würden günstigere Rahmenbedingungen im benachbarten Ausland vorfinden. Dies berge die Gefahr, dass sich auch die Produktionen hin zu den Absatzmärkten verlagern. Besonders gravierend stelle sich für Investoren die Situation bei Photovoltaikanlagen, Biomasse-Kraft-Wärmekopplungen und Wind dar.

Im Sektor Heiz- und Wärmetechnologien bieten Technologieführerschaften bei thermischen Solaranlagen und Heizkesseln zur Nutzung von Holz eine optimale Basis, um die Wärmeversorgung in Österreich in den nächsten Jahren auf klimafreundliche erneuerbare Energien umzustellen, stellt Kanduth abschließend fest. (hp)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Dachverband Energie-Klima
Mag. Andrea Stockinger
Tel.: (++43) 0590 900-3366
energieklima@fmmi.at
www.energieklima.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0005