GLOBAL 2000 zum UN-Klimabericht: Atomkraft, Gentechnik und die Lagerung von CO2 sind der falsche Weg!

Schnelles Handeln spart Kosten und ist notwendig.

Wien (OTS) - Anlässlich des heute in Bangkok veröffentlichten dritten Teilberichts des UNO-Gremiums IPCC, in welchem mögliche Lösungsstrategien gegen den Klimawandel präsentiert wurden, stellt die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 klar: "Weder Atomkraft noch genetisch veränderte Organismen sind geeignet als Mittel gegen den Klimawandel. Denn weder können diese Technologien einen echten Beitrag leisten noch ist es sinnvoll, Risikotechnologien voranzutreiben, da uns genügend erprobte, sichere und nachhaltige Möglichkeiten zur Verfügung stehen!" Auch der Technologie der so genannten CO2-Speicherung erteilt GLOBAL 2000 eine klare Absage. "Die weitere Nutzung der Kohle mit Abtrennung und Einlagerung des entstehenden Treibhausgases Kohlendioxids (Carbon Capture und Storage=CCS) ist teuer, energieintensiv und ist risikoreich bei der Lagerung", betont Silva Herrmann, Klimasprecherin von GLOBAL 2000. "Der Schlüssel beim Klimaschutz liegt im Bereich des Energiesparens und in der Energieeffizienz!"

Die wichtigste Aussage des IPCC-Berichtes lautet: Wenn wir entschieden und schnell handeln, können wir den Klimawandel bedeutend mindern. Dies ist mit bestehenden Technologien und zu leistbaren Kosten möglich. "Diese Chance dürfen wir nicht ungenutzt lassen, denn für viele Menschen auf diesem Planeten geht es um das Überleben", appelliert Herrmann. Dem IPCC-Bericht zufolge werden weltweit aufgrund des Klimawandels verstärkt Hitzewellen, Dürren und Fluten auftreten. Millionen Menschen, vor allem in den ärmsten Regionen der Welt wie etwa in Asien oder Afrika, werden noch stärker als bisher an Armut und Hunger und bis zu 3,2 Milliarden Menschen werden an Wasserknappheit leiden. "Hier einfach nur zuzusehen und nicht zu handeln wäre für die Menschheit fatal, menschenverachtend und zynisch", betont Herrmann. Denn es sind vor allem die Industrieländer, darunter auch der EU-Klimasünder Österreich, die durch den rücksichtslosen Verbrauch von Öl, Kohle und Gas den Klimawandel verursachen. Dennoch werden wirksame Klimaschutzmaßnahmen nicht eingeleitet beziehungsweise umgesetzt. GLOBAL 2000 fordert, angebliche Wirtschaftsinteressen nicht höher zu bewerten als den Schutz von Menschenleben.

"Eine sozial abgefederte CO2-Steuer ist der wichtigste Schritt für eine Trendwende in der Klimapolitik. Der Einsatz fossiler Energieträger muss durchgängig besteuert werden, das betrifft Diesel, Benzin und Kerosin genauso wie Kohle, Erdgas und Heizöl. Die Einnahmen daraus müssen in beschäftigungswirksame Klimaschutzmaßnahmen investiert werden. Eine CO2-Steuer würde sich also auch als nachhaltiger Wirtschaftsmotor erweisen. Sie würde helfen, die Wirtschaft für eine Zukunft ohne Öl fit zu machen", betont Herrmann. "Atomkraft, Gentechnik und die weitere Nutzung der Kohle mittels CCS sind hingegen strikt abzulehnen!"

Rückfragen & Kontakt:

GLOBAL 2000
Silva Herrmann 0699/14 2000 17, Lydia Matzka 0699/14 2000 26, lydia.matzka@global2000.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GLL0001