Ludwig und Gretner: "generationen: wohnen am mühlgrund"

Rotgrünes Projekt Modellprojekt 55plus wird umgesetzt

Wien (OTS) - "Es ist sehr erfreulich, dass die Wienerinnen und Wiener heute wesentlich länger gesund leben können als noch vor wenigen Jahrzehnten. Der zu erwartende demografische Wandel bedeutet jedoch gerade für den Wohnbau neue Herausforderungen. Denn wir müssen jetzt die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die wachsende Zahl älterer Menschen in Wien auch in Zukunft eine hohe Lebensqualität vorfindet. Dabei steht auch die Schaffung von Wohnungen, die besonders auf die Bedürfnisse von älteren Menschen zugeschnitten sind, im Vordergrund", erklärte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig heute, Freitag bei der gemeinsamen Präsentation des Bauträgerwettbewerbs "generationen: wohnen am mühlgrund" mit der grünen Planungssprecherin Sabine Gretner. Mit der Ausschreibung dieses Wettbewerbs wird gleichzeitig ein weiteres von insgesamt 33 rot-grünen Projekten, welche im Jahr 2006 beschlossen wurden, verwirklicht. Darüber und über die gute Zusammenarbeit bei der Vorbereitung des Projektes mit externen ExpertInnen und dem wohnfonds_wien zeigten sich Ludwig und Gretner erfreut.****

Soziale Teilhabe und Partizipationsmöglichkeiten für alle Generationen

Die wesentlichen Faktoren für ein selbstbestimmtes Leben sind neben der persönlichen Lebenslage vor allem die bauliche und soziale Umwelt. Genau hier setzt der neue Bauträgerwettbewerb "generationen:
wohnen am mühlgrund" an. Ziel ist die Errichtung einer Wohnhausanlage, die sich speziell auch nach den Bedürfnissen der zahlenmäßig steigenden Personengruppe der aktiven Generation 55plus richtet. "Besonderes Augenmerk wird auf die frühzeitige Einbindung der zukünftigen BewohnerInnen gelegt, um das soziale Netz im Wohnhaus zu stärken. Die Mitbestimmung der MieterInnen mittels moderierter Prozessbegleitung soll die soziale Teilhabe in der Nachbarschaft von Beginn an fördern", betonte Gretner.

Im Zuge des Bauträgerwettbewerbes sollen in der Donaustadt auf einem wunderschön gelegenem Areal von rund 16.700m2 und 3 Bauplätzen in der Nähe des Mühlwassers und der neuen U2-Station Stadlau insgesamt 190 Wohneinheiten errichtet werden. Besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung von Wohn- und Lebensraumkonzepten für alle Generationen unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse der Personengruppe der über 55-Jährigen in den unterschiedlichen Lebensphasen.

Studien belegen, dass das Interesse der älteren Generationen an kleineren Wohnungsgrößen anhält. "Die Familien- und Haushaltsstatistik zeigt uns, dass rund die Hälfte aller Einpersonenhaushalte der Altersgruppe 50plus zuzurechnen ist. Mit dieser hohen Anzahl alleinlebender Personen steigt naturgemäß der Bedarf an unterstützenden Maßnahmen im Alter. Durch das Zusammenleben junger und älterer Menschen 'unter einem Dach' und durch so genannte 'Generationenwohnungen', wie sie im Zuge des Bauträgerwettbewerbs realisiert werden sollen, wird der soziale Zusammenhalt zwischen den Generationen gestärkt und der Vereinsamung älterer Menschen entgegengewirkt", unterstrich Ludwig. Der Wettbewerbsstart ist für den 15. Mai 2007 geplant, bis 9. August 2007 haben interessierte Bauträger die Möglichkeit, ihre Projektplanungen einzureichen.

Geförderte Wohnbauprojekte "Wohnen für Ältere"

Neben dem Bauträgerwettbewerb für das Areal Am Mühlgrund werden von der Stadt Wien eine Reihe altersgerechter Wohnbauprojekte gefördert. So sind allein in den letzten sieben Jahren 5.571 Wohneinheiten mit Schwerpunkt auf betreutes Wohnen oder Mehrgenerationenwohnen errichtet worden bzw. befinden sich derzeit in Realisierung. Die Stadt Wien unterstützt diese Wohnbauprojekte mit rund 193 Millionen Euro. Daneben förderte die Stadt mit rund 73 Millionen Euro auch den Neubau von Pensionistenwohnhäusern und Geriatriezentren.

Bauträgerwettbewerbe sichern Qualität

Vor mittlerweile 12 Jahren wurden im geförderten Wiener Wohnbau Bauträgerwettbewerbe eingeführt. Diese Wettbewerbe, die vom wohnfonds_wien ausgeschrieben werden, haben gemeinsam mit dem Instrument des Grundstücksbeirates zu spürbar mehr Innovationen, zu höheren Qualitäts- und Umweltstandards sowie zu deutlich geringeren Errichtungskosten geführt. Neben der Ökonomie bilden Planungsqualität und Ökologie die Grundkriterien, nach denen die am Wettbewerb teilnehmenden Projekte von einer Fachjury bewertet werden. Durch spezielle Schwerpunktsetzungen ist sichergestellt, dass die geplanten Projekte "maßgeschneidert" auf die Bedürfnisse der künftigen BewohnerInnen zugeschnitten sind. (Schluss) kr

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