Schelling: Österreichs Wirtschaft wird immer weiblicher

Alternative.Selbständigkeit: Nur gut vorbereitete Unternehmerinnen bleiben nachhaltig erfolgreich

Wien (PWK335) - "Der stetig steigende Frauenanteil in der
heimischen Wirtschaft spricht eine deutliche Sprache. Insgesamt wird ein Drittel der Betriebe von Frauen geführt, mehr als 37 Prozent unserer Unternehmensneugründer sind weiblich", betonte heute, Freitag, der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, Hans-Jörg Schelling im Rahmen der Pressekonferenz zum Projekt Alternative.Selbständigkeit, in St. Pölten. Dieses Projekt, so Schelling, sei aus seiner Sicht ein erfreuliches Beispiel, wie Unternehmensgründung erfolgreich von Statten gehen könne. Denn: Gut vorbereitete Unternehmerinnen würden lange und nachhaltig erfolgreich bleiben.

Von den 221 am Projekt teilgenommenen Frauen, waren in Phase 2 und 3 noch 110 mit an Bord. Fast die Hälfte davon fand inzwischen den Weg in die Unternehmensneugründung. Projektteilnehmerinnen waren Frauen mit betreuungspflichtigen Kindern oder Frauen, die Angehörige pflegen, die in keinem Dienstverhältnis stehen oder nur geringfügig beschäftigt oder in Karenz sind.

Im Rahmen des Projekts wurden die Teilnehmerinnen Schritt für Schritt von der Erstinformation und Beratung über die Gründung selbst bis in die Nachgründungsphase begleitet. Abgehalten wurde das Projekt "Alternative.Selbständigkeit" im Zeitraum Juli 2005 bis Juli 2007 im Burgenland, Niederösterreich (Baden, Wiener Neustadt, Triestingtal, Mistelbach) und der Steiermark (Region Radkersburg).

Von Seiten der Frau in der Wirtschaft, der Interessenvertretung für Unternehmerinnen in der WKÖ, werden selbständige Frauen in den unterschiedlichsten Bereichen unterstützt. Spezifische Unterstützungsaktionen für unternehmerisch tätige Frauen ist die Akademie für Kleinstunternehmerinnen, die sich an Unternehmerinnen richtet, die bis zu drei Jahre am Markt sind und keine Mitarbeiter beschäftigen. Hier werden Tipps und Tricks für die Selbständigkeit vermittelt. (http://wko.at/unternehmerin/akademie) Mit der Betriebshilfe ist der "Frau in der Wirtschaft" für ihre Klientel der große Wurf gelungen: Durch die Betriebshilfe wird eine Ersatzarbeitskraft im Notfall zur Verfügung gestellt. Während des Mutterschutzes ist dieser Service für die Unternehmerin kostenlos. (http://wko.at/betriebshilfe)

Trotzdem sind, so Schelling, noch eine Reihe von Punkten offen: So fordert der WKÖ-Vizepräsident die Einführung einer Betreuungsprämie, also die steuerliche Geltendmachung von Betreuungs- und Haushaltshilfen. Beim Kinderbetreuungsgeld gelte es diese von der Zuverdienstgrenze und dem Gewinn zu entkoppeln. Im Hinblick auf die Ausweitung des Angebotes an Kinderbetreuungsplätzen will Schelling eine Flexibilisierung der Öffnungszeiten, sowie einen Ausbau der freiwilligen Nachmittagsbetreuung an Schulen. (us)

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http://wko.at/unternehmerin

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