UN-Klimabericht: SCHALLE: Österreich muss Vorreiterrolle übernehmen

Wien 2007-05-04 (OTS) - Als "dramatisch und besorgniserregend", bezeichnet BZÖ-Umweltsprecher Veit Schalle den dritten Arbeitsbericht des UN-Klimarates. Der Weltklimarat habe trotz politischen Druckes einiger Staaten eine klare Analyse der drohenden Umweltszenarien vorgelegt, so Schalle. Jetzt sei es unbedingt an der Zeit zu handeln. "Österreich muss wieder eine Vorreiterrolle im Umwelt- und Klimaschutz übernehmen. Gerade im Bereich der erneuerbaren Energien gibt es große Chancen, auch für die Wirtschaft. Das BZÖ hat bereits ein 20punktiges Klimaschutzprogramm in den Nationalrat eingebracht, denn das, was die Regierung in den letzten Wochen zum Thema Umwelt und Klima von sich gegeben hat, ist eigentlich eine Bankrotterklärung in Sachen Klimaschutz". Umweltminister Pröll habe das Thema Klimaschutz wie ein Stiefkind weggelegt, sagt Schalle: "Was wir zu hören bekommen, sind lediglich phantasielose Ankündigungen. Darüber hinaus macht sich Pröll lediglich Gedanken, wie er die Nachbarländer und ganz Europa für das eigene Versagen in Sachen Klimaschutz verantwortlich machen und sich als Opfer darstellen kann."

Es fehle an konkreten Vorschlägen, kritisiert das BZÖ. Schalle verwies auf das 20-Punkte Klimaschutzprogramm des BZÖ. Dies sieht unter anderem den Ausbau der Förderung erneuerbarer Energien, insbesondere im Bereich der Solarenergie (1-Euro-Solaranlage), die verstärkte Förderung von Investitionen im Bereich der thermischen Sanierung, die gezielte bundeseinheitliche Förderaktion zum Nachrüsten von Dieselpartikelfilter, sowie die Schaffung von Clustern für Umwelttechnikunternehmen nach dem Vorbild des Automobil Clusters in der Steiermark vor. Außerdem sei ein Klimapass eine grundvernünftige Idee um das Bewusstseinsbildung positiv zu fördern.

Expertenberichte seien wichtig, können aber den drohenden Klimawandel nicht verhindern, nun sei Handeln gefragt, schließt der BZÖ-Umweltsprecher: "Wir haben die Verpflichtung unseren Kindern eine intakte Umwelt zu hinterlassen und müssen daher jetzt handeln, denn: Klimaschutz ist Heimatschutz."

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