Kalina: Zeiten des Verscherbelns von Familiensilber sind vorbei

Sollte auch Molterer zur Kenntnis nehmen - Finanzminister soll sich an Regierungsprogramm halten

Wien (SK) - "Die Zeiten des Verscherbelns von Familiensilber sind vorbei. Das sollte auch Finanzminister Molterer zur Kenntnis nehmen", stellte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Josef Kalina zu heutigen Aussagen Molterers fest. Molterer hatte sich in einem Interview für den Sender "Bloomberg" für weitere Privatisierungen bei der Telekom Austria, der Post und dem Verbund ausgesprochen. Im Regierungsprogramm sei jedoch ganz klar festgeschrieben, dass es keine weiteren Privatisierungen geben wird. "Wir erwarten uns daher, dass sich auch der Finanzminister auf Punkt und Beistrich an das Regierungsübereinkommen hält und diesbezügliche Äußerungen unterlässt." ****

Offenbar gebe es in der ÖVP noch immer Bestrebungen, den Ausverkauf heimischer Paradeunternehmen voranzutreiben, so Kalina am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer verwies in dem Zusammenhang an den Fall Böhler-Uddeholm, wo die ÖVP gegen die drohende Übernahme des Unternehmens durch einen britischen Investmentfonds nichts einzuwenden hatte. Erst durch die Fusion von Böhler-Uddeholm und Voest sei garantiert worden, dass ein Herzstück der österreichischen Industrie in österreichischer Hand bleibt. "Die ÖVP dürfte aus der Causa Böhler nichts gelernt haben und weitere österreichische Vorzeigebetriebe verkaufen wollen. Das wird es mit der SPÖ aber nicht spielen", machte Kalina abschließend deutlich. (Schluss) ps

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