AK gegen Kürzung der Pendlerförderung: "15.000 wären betroffen!"

Klagenfurt (OTS) - Die Arbeiterkammer lehnt die von Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler neuerlich vorgeschlagene Anhebung der Kilometergrenzen für den Fahrtkostenzuschuss aus Mitteln der Arbeitnehmerförderung ab. "Damit würden rund 15.000 Pendler künftig keine Förderung mehr erhalten, obwohl sie über ein geringes Einkommen verfügen", kritisiert AK-Präsident Günther GOACH.

Im Jahr 2006 haben rund 5.500 Personen, die täglich ab zehn Kilometer hin und retour zum Arbeitsplatz pendeln, um einen Fahrtkostenzuschuss aus der Arbeitnehmerförderung angesucht. Sie durften für die Inanspruchnahme der Förderung nicht mehr als 1.311 Euro im Monat verdienen (steuerpflichtiges Einkommen).

Für eine Strecke ab 20 Kilometern hin und retour haben 2006 rund 9.500 Pendler einen Fahrtkostenzuschuss beantragt. Hier betrug die Einkommensgrenze 1.387 Euro im Monat (steuerpflichtiges Einkommen).

"Würde der Vorschlag Dörflers umgesetzt, hätten rund 15.000 Pendlerinnen und Pendler künftig keinen Anspruch mehr auf einen Fahrtkostenzuschuss", kritisiert der AK-Präsident. Das wäre immerhin die Hälfte der rund 30.000 Arbeitnehmer, die pro Jahr bei der AK einen Fahrtkostenzuschuss beantragen.

Eine Analyse des Fahrtkostenzuschusses, den die Arbeiterkammer im Zuge der Arbeitnehmerförderung des Landes administriert, ergab, dass fast 50 Prozent der Antragsteller weniger als 928 Euro pro Monat verdienen.

Wie die Pendlerstudie der Arbeiterkammer zeigt, können vor allem Arbeitnehmer mit Teilzeit- oder geringfügiger Beschäftigung auf Grund wechselnder Dienstzeiten öffentliche Verkehrsmittel kaum in Anspruch nehmen", betont GOACH. Eine Koppelung des Fahrtkostenzuschusses an die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel würde viele Pendler vor allem in den Bezirken, die über ein schlechtes Nahverkehrsangebot verfügen, von einer Förderung künftig ausschließen.

Die AK bekenne sich zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Das könne aber nicht auf Kosten der Berufspendler erfolgen, kritisiert Goach.

Der Fahrtkostenzuschuss für Pendler wird sowohl für Fahrten mit dem PKW als auch für die Benutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels gewährt.

Goach geht weiters davon aus, dass der bestehende Vertrag zwischen der Arbeiterkammer und dem Land Kärnten über die Administration der Arbeitnehmerförderung bis zum Jahr 2009 eingehalten wird.

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