Jugendvertretung: Sinnloses Sozialmodell

Grundlegende Reformen sind vordringlich!

Wien (OTS) - "Das ist lediglich eine Augenauswischerei", meint Torsten Engelage, Vorsitzender der Bundesjugendvertretung (BJV), zum von Wissenschaftsminister Johannes Hahn vorgestellten Sozialdienstmodell zum "Abarbeiten" der Studiengebühren. "Die Regelung ist absurd, realitätsfern und noch dazu wirkungslos", kritisiert der BJV-Vorsitzende, "man sollte sich lieber darauf konzentrieren, die zentralen Probleme im Bildungssystem zu beheben."

So ist das Mentoring-Modell ein Versuch, Probleme im Schulsystem auf kostengünstige Art und Weise zu übertünchen. "Anstatt hier ein Dumping-Nachhilfesystem einzuführen, wäre es wesentlich sinnvoller, Geld für eine grundlegende Schulreform in die Hand zu nehmen und die Einführung eines gesamtschulischen Systems mit ganztägiger Betreuung voranzutreiben, um somit soziale Selektion zu verhindern", fordert Engelage, "mit dem Nachhilfemodell hilft man weder Studierenden noch SchülerInnen, da die Studierenden selten über profunde pädagogische Ausbildung verfügen!" Ähnlich zeige sich die Situation in der Studierendenberatung, wo man ein völlig neues Modell schaffe, das eine sinnlose Parallelstruktur zum Beratungsangebot der ÖH darstelle.

Für die Bundesjugendvertretung ist klar: Anstatt eine künstliche, schlecht abgesicherte und wenig durchdachte Lösung aufzusetzen, ist es notwendig, die Studiengebühren ersatzlos abzuschaffen, finanzielle Mittel in eine weitreichende Schulreform zu investieren und Freiwilligenarbeit, wie sie beispielsweise in Kinder- und Jugendorganisationen passiert, entsprechend zu honorieren.

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