Theater in der Josefstadt 2007/08 mit Uraufführungsreigen

Wien (OTS) - Einen Reigen von Uraufführungen präsentiert das Theater in der Josefstadt in der Spielzeit 2007/08. Mit neuen Stücken der Autoren Peter Turrini, Franzobel, Felix Mitterer, Gabriel Barylli und Stefan Vögel werden das Theater in der Josefstadt und die Kammerspiele zum "Kreissaal" der österreichischen Theaterliteratur, so Direktor Herbert Föttinger in der Programmpressekonferenz am Donnerstag in den Kammerspielen. Eine österreichische Erstaufführung von Neil LaBute sowie Stücke der Säulenheiligen der österreichischen Literatur Nestroy, Schnitzler und Horvath komplettieren das Programm im Großen Haus, das im Sommer durch vier Monate umfassend renoviert wird, in der Rotenturmstraße sorgt unter anderem Benatzkys "Weißes Rössl" für Stimmung. Eine positive Bilanz der ersten Spielzeit von Herbert Föttinger zog Stiftungs-vorstand Günter Rhomberg, der unter anderem auf die Einspielquote des Theaters von 40 Prozent der Ausgaben verwies.****

Neues von Turrini, Franzobel, Mitterer, Barryli und Vögel

Peter Turrini schreibt für die Josefstadt eine Neufassung von Goldonis "Diener zweier Herren", die am 15. November 2007 in der Regie von Herbert Föttinger, mit Gregor Bloeb, Heribert Sasse und Gerti Drassl Premiere hat. Turrini, wie Franzobel und Mitterer bei der Pressekonferenz anwesend, versetzt das Stück in die moderne Geschäftswelt und lässt die Menschen im Karneval zwischen ihrer Maske und dem wahren Gesicht changieren. Franzobel will mit seinem Stück "Moser" die Ambivalenzen der Karriere von Hans Moser thematisieren:
speziell die Geschichte der jüdischen Frau von Moser, die in der Nazizeit fliehen musste und die Sorge des im System erfolgreichen Schauspielers um sie. Premiere ist am 15.Mai 2008, Regie führt Peter Wittenberg. Felix Mitterer hat sein Stück "Der Panther" , Premiere am 8.November in den Kammerspielen, zum 70. Bühnenjubiläum von Fritz Muliar geschrieben, der mit Elfriede Otto die Geschichte einer nach Jahrzehnten durch einen Zufall wieder aufgenommenen Beziehung spielen wird. Eine Beziehungskiste steht im Mittelpunkt des neuen Stücks von Gabriel Barylli, "Amarone", ab 4. Oktober in den Kammerspielen mit Michael Dangl und Ulrike Beimpold zu sehen. Der in Wien noch weitgehend unbekannte Vorarlberger Stefan Vögel steuert mit "Kidnappers!" eine weitere Uraufführung bei. Mit "Wie es so läuft" von Neil LaBute spielt die Josefstadt ab Dezember 2007, mit Sandra Cervik und Dominique Horwitz eine raffinierte Othello-Variation des Erfolgsautors Neil LaBute als österreichische Erstaufführung.

Schnitzlers "Reigen" , die erste Premiere des Theaters in der Josefstadt am 8. September 2007, findet wegen der noch laufenden Renovierung des Haupthauses in den Kammerspielen statt. Der Direktor selbst und Sandra Cervik nehmen sich der zu ihrer Entstehungszeit skandalösen Dialogszenen Schnitzlers in einer Zweipersonen-Version an. Mit Nestroys "Unverhofft" mit Otto Schenk und anderen Stars des Hauses verspricht die Josefstadt ab Jänner 2008 wieder einen wienerischen Klassiker, Ödön von Horvaths Drama "Der jüngste Tag" steht ab 28. Februar 2008 auf dem Programm, August Zirner spielt den unglücklichen Stationsvorsteher Hudetz.

In den Kammerspielen setzt das Theater neben den genannten Uraufführungen auf "Miss Daisy und ihr Chauffeur" von Alfred Uhry mit Louise Martini, Benatzkys "Weißes Rössl", u. a. mit Eva Maria Marhold und Viktor Gernot und "Nächstes Jahr - gleiche Zeit" mit Rainhard Fendrich. Eine Reihe von Produktionen bleibt im Programm, darunter die derzeit anlaufenden "Alltagsgeschichten" und der unverwüstliche "Othello darf nicht platzen" in den Kammerspielen und "Der Ruf des Lebens", "Gefährliche Liebschaften", sowie die großen Erfolge der laufenden Saison "Das Fest" und "Mein Nestroy" im Haupthaus.

Generalrenovierung des Theaters in der Josefstadt

Die Generalrenovierung des Theaters in der Josefstadt, die erste seit vielen Jahrzehnten, steht bereits in vollem Gange. Mit der diesjährigen Saisonschließung am 31. Mai beginnen auch die Arbeiten im Bühnen- und Publikumsbereich, die bis zur feierlichen Wiedereröffnung am 20. Oktober des Jahres dauern. Die technische Infrastruktur des Hauses wird in allen Bereichen auf den Stand der Zeit gebracht, Parkettboden und Bestuhlung erneuert und komfortabler gestaltet, die Sicherheitstechnik optimiert etc. Der Gesamtbetrag für die Renovierung liegt bei über 18 Millionen Euro, gedrittelt zwischen Bund, Stadt Wien und dem Theater selbst, das vier Millionen über eine Privatstiftung erhält und eine weitere Gesamtspendensumme von 2,2 Millionen Euro anstrebt.

o Weitere Informationen: Internet: www.josefstadt.org/

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