Bures begrüßt Sozialpartner-Einigung auf Mehrarbeitszuschläge für Teilzeitbeschäftigte

Nächster Schritt muss der Mindestlohn sein

Wien (OTS) - Frauenministerin Doris Bures begrüßt die Einigung der Sozialpartner auf Mehrarbeitszuschläge für Teilzeitbeschäftigte. Die rasche Einigung lasse auch auf ein baldiges Ergebnis der Verhandlungen über den 1.000-Euro-Mindestlohn hoffen. "Gemeinsam mit dem Mindestlohn wird die heutige Einigung ein Schritt zur weiteren Schließung der Einkommensschere sein", so Bures.

Die Mehrheit der Teilzeitbeschäftigten in Österreich sind Frauen -und deren Zahl ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Währen die Teilzeitquote bei Frauen im Jahr 1995 mit 27 Prozent noch unter dem EU-Schnitt (31 Prozent) lag, hatte sich die Situation im Jahr 2005 gedreht: Die Frauen-Teilzeitquote betrug in Österreich 39 und im EU-Schnitt 36,5 Prozent.

"Bei weitem nicht alle Frauen, die in Teilzeit arbeiten, tun dies freiwillig", so Bures. Laut Arbeitskräfteerhebung 2004 der Statistik Austria haben nur 15 Prozent der Teilzeitbeschäftigten angegeben, dass sie keine Vollzeittätigkeit wollen. Die Gründe für die häufige ungewollte Teilzeitbeschäftigung von Frauen liegt hauptsächlich am Mangel von Kinderbetreuungsplätzen, aber auch an der Tatsache, dass viele Unternehmen lieber Teilzeitdienstverträge abschließen, da Teilzeitkräfte flexibler einsetzbar und billiger sind. Bures hofft, dass in Zukunft somit mehr Vollzeitarbeitsplätze angeboten werden.

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